Alexander Ende nach zwei Abstiegen und Entlassungen unter Druck

Alexander Ende ist innerhalb von sieben Monaten zweimal abgestiegen und zweimal als Trainer entlassen worden. Nach dem Abstieg von Fortuna Düsseldorf endet auch sein Engagement bei dem Klub.

Das entscheidende Spiel verlor Fortuna Düsseldorf in Fürth mit 0:3. Damit wurde Ende nach seinem Abschied beim Zweitligisten Preußen Münster zum Doppelabsteiger. In Münster war er bereits im März entlassen worden, als die Mannschaft auf Platz 16 der 2. Liga stand. Nach dem Trainerwechsel rutschte der frühere Verein noch weiter ab und beendete die Saison als Tabellenletzter.

Wie die „Bild“ berichtet, hätte Endes persönlicher Punkteschnitt in beiden Fällen ausgereicht, um den Klassenerhalt beziehungsweise Platz 16 zu erreichen. Dennoch wird der Trainer in dem Bericht als Teil der sportlichen Entwicklung bewertet, die zu den Abstiegen führte.

Ende hatte sich zuvor beim Drittligisten Verl mit einer Spielidee aus attraktivem Fußball, hohem Pressing und viel Ballbesitz einen Namen gemacht. Nach eigener Aussage hatten ihn auch mehrere Bundesligisten auf dem Zettel. Bei Münster und Düsseldorf habe sich laut „Bild“ jedoch gezeigt, dass er nur wenige Alternativen zu seinem bevorzugten System zugelassen habe.

Wenn der eigene Plan nicht funktioniert habe, habe Ende demnach nur unzureichend reagiert. Diese Eindimensionalität und Sturheit sei auch bei Fortuna Düsseldorf wiederholt kritisiert worden. Der Bericht bescheinigt ihm zwar große Qualitäten, sieht aber Defizite bei der Anpassung während eines Spiels.

Nach dem abschließenden Gespräch mit den Verantwortlichen habe Ende die Entscheidung des Vereins laut „Bild“ nicht nachvollziehen können. In einer Vereinsmitteilung wurde er mit den Worten zitiert: „Ich respektiere die Entscheidung des Vereins, bedaure sie aber gleichzeitig. Ich hatte den festen Glauben, dass uns die Arbeit und die Entwicklung der letzten Wochen zum gemeinsamen Ziel geführt hätten.“

Ende habe in den vergangenen Wochen zudem gereizt auf Kritik an seinen Vorgaben reagiert. Nach Informationen der „Bild“ habe er die Umsetzung durch die Spieler bemängelt, was ihn Rückhalt in der Mannschaft gekostet habe.

Nach dem Abstieg soll Jens Langeneke den bisherigen Trainer bei Fortuna Düsseldorf beerben. Der Verein muss nach Angaben des Berichts auch aus finanziellen Gründen den Wiederaufstieg anstreben.


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