Beim Bundesliga-Spiel zwischen Bayer Leverkusen und dem SC Freiburg ist es kurz nach dem Anpfiff zu einer mehrminütigen Unterbrechung gekommen. Teile der rund 2000 mitgereisten Freiburger Fans warfen Tennisbälle auf den Rasen und zündeten Rauchbomben.
Mit der Aktion protestierten die Anhänger gegen Einschränkungen der Fankultur und Materialverbote. Im Gästeblock wurde ein großes Banner mit der Aufschrift „Fankultur eingeschränkt – Spielbetrieb unterbrochen – gegen Materialverbote“ gezeigt.
Freiburgs Trainer Julian Schuster reagierte deutlich auf den Protest. Er lief in Richtung Gästeblock und versuchte, die Fans zu beruhigen. Die Unterbrechung beim späteren 2:1 für Leverkusen missfiel ihm nach eigenen Angaben besonders.
„Ich bin maximal offen für Proteste. Ich höre gerne zu und kann Verständnis entwickeln. Worüber ich kein Verständnis entwickeln kann, ist, Einfluss auf das Spiel zu nehmen“, sagte Schuster auf BILD-Nachfrage. „Das geht für mich zu weit, und das ist nicht in Ordnung.“
Der Freiburger Trainer betonte zugleich, dass er die Fans grundsätzlich unterstütze und für Gespräche bereit sei. Proteste seien möglich, dürften aber keinen Einfluss auf den Ablauf eines Spiels nehmen, erklärte Schuster.
Auch die Leverkusener Anhänger bezogen Stellung. Sie zeigten erneut ein Protestplakat in Richtung der Klubspitze. Darauf stand: „Bayer-04-Verbotspolitik stoppen!“ Der Konflikt zwischen den Fans und dem Klub schwelt laut dem Bericht seit mehr als einem Jahr.
In der Nordkurve wurden gegen Freiburg außerdem mehrere Bengalos gezündet. Zu Beginn der zweiten Halbzeit präsentierten Bayer-Fans ein weiteres Banner mit der Botschaft: „Fankultur ist Herzblut, keine Verhandlungssache – gegen Materialverbote.“

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