Georg Cremer warnt vor einer verkürzten Gerechtigkeitsdebatte

Der Ökonom Georg Cremer kritisiert die aktuelle Debatte über Gerechtigkeit, den deutschen Sozialstaat und das Rentensystem. Nach Angaben des „Spiegels“ erläutert er, welche Entwicklungen er in der Diskussion für problematisch hält.

Cremer war 17 Jahre lang Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes. Zudem gehörte er der Rentenkommission an.

Im Mittelpunkt seiner Einschätzungen stehen die Verbindung von Gerechtigkeit und Populismus sowie die Erwartungen an den Sozialstaat. Dabei wendet sich Cremer gegen die Vorstellung, Bürger könnten staatliche Leistungen wie bei einem Dienstleister bestellen. Dies bringt er mit dem Bild eines „Lieferando-Staats“ auf den Punkt.

Der Ökonom sieht in der Forderung nach mehr Gerechtigkeit eine Debatte, die das Land spalten kann. Seine Aussagen beziehen sich sowohl auf die Rentenpolitik als auch auf die grundsätzliche Ausgestaltung des deutschen Sozialstaats.


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