NRW-Umfrage: CDU fällt auf 26 Prozent, AfD legt deutlich zu

Die CDU verliert in Nordrhein-Westfalen laut einer neuen Wahlumfrage deutlich an Zustimmung. Die Christdemokraten kommen in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild“-Zeitung auf 26 Prozent. Im Vergleich zu einer Befragung aus dem Mai entspricht das einem Minus von acht Prozentpunkten.

Stärkste Kraft bleibt die CDU damit zwar, ihr Vorsprung auf die AfD ist jedoch deutlich geschrumpft. Die AfD erreicht 21 Prozent und gewinnt im Vergleich zur vorherigen Insa-Umfrage vier Prozentpunkte hinzu.

Die SPD liegt unverändert bei 18 Prozent. Die Grünen, die in Nordrhein-Westfalen mit der CDU regieren, verbessern sich um einen Prozentpunkt auf 16 Prozent.

Die Linke würde den Einzug in den Düsseldorfer Landtag mit 10 Prozent schaffen. Auch sie legt gegenüber der Mai-Umfrage um einen Prozentpunkt zu. Die FDP verharrt bei 4 Prozent und würde damit den Wiedereinzug in das Landesparlament knapp verfehlen. Auf sonstige Parteien entfallen 5 Prozent.

Nach den Ergebnissen hätte die derzeitige Koalition aus CDU und Grünen keine Mehrheit mehr. Auch für ein anderes Bündnis aus zwei Parteien würde es nicht reichen. Für eine Regierungsmehrheit wäre demnach ein Dreierbündnis erforderlich.

Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge vom 6. Oktober bis zum vergangenen Dienstag 1000 Menschen befragt. Die Erhebung wurde ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst erreicht trotz des schwächeren CDU-Ergebnisses weiterhin hohe Werte in einem Politiker-Ranking. In einer Ende September veröffentlichten Forsa-Erhebung für RTL und ntv kam er mit 55 Vertrauenspunkten auf den zweiten Platz hinter Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius.

Die nächste Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen findet am 25. April des kommenden Jahres statt. Bei der Wahl 2022 wurde die CDU mit 35,7 Prozent stärkste Kraft. Die SPD kam auf 26,7 Prozent, die Grünen auf 18,2 Prozent. Außerdem zogen FDP und AfD in den Landtag ein.


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