Grüne Tomaten können im Herbst oft länger draußen an der Pflanze bleiben als viele Hobbygärtner denken. Kritisch wird es vor allem bei den ersten Frostnächten. Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt halten die Pflanzen meist noch aus, angenehm sind diese Bedingungen für sie jedoch nicht.
Sinken die Nachttemperaturen dauerhaft unter zehn Grad, wächst die Tomatenpflanze deutlich langsamer. Auch die Früchte reifen dann nur noch zögerlich weiter. Bei Temperaturen um fünf Grad kommt das Wachstum vieler Pflanzen nahezu zum Erliegen.
Frost vertragen Tomaten dagegen überhaupt nicht. Bereits leichter Nachtfrost kann Blätter und Triebe beschädigen. Bei stärkerem Frost sterben die Pflanzen meist vollständig ab. Wird Frost angekündigt, sollten deshalb auch grüne und halbreife Tomaten geerntet werden. Viele Früchte können anschließend im Haus noch nachreifen.
Neben der Kälte setzt den Pflanzen im Herbst auch die zunehmende Feuchtigkeit zu. Länger anhaltender Regen begünstigt die Kraut- und Braunfäule. Die Pilzkrankheit kann ganze Pflanzen innerhalb weniger Tage befallen.
Reife Tomaten reagieren zudem empfindlich auf starke Temperaturschwankungen und viel Nässe. Dadurch platzen sie häufiger auf. Bereits ausgereifte Früchte sollten deshalb regelmäßig geerntet und nicht unnötig lange an der Pflanze gelassen werden.
Wer die letzten Tomaten noch ausreifen lassen möchte, kann die Pflanze auf die vorhandenen Früchte konzentrieren. Neue Blüten haben im Herbst kaum noch eine Chance, vor dem Winter reife Tomaten hervorzubringen. Sie können daher entfernt werden. Das gilt auch für sehr kleine Fruchtansätze.
Gesunde Blätter sollten dagegen nicht in großer Zahl abgeschnitten werden. Die Pflanze benötigt sie weiterhin für die Photosynthese. Dabei entsteht Energie, die auch für die Reifung der Tomaten gebraucht wird.
Tomatenpflanzen im Topf können vorübergehend an einen geschützten Ort gebracht werden. Geeignet sind etwa ein Wintergarten, ein frostfreies Gewächshaus oder ein sehr helles Fenster. Wegen der kurzen Tage wachsen die Pflanzen dort zwar deutlich langsamer. Dennoch können sie unter diesen Bedingungen oft noch einige zusätzliche Wochen bis zum Saisonende überstehen.

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