Heute: September 8, 2026
September 6, 2026
1 min read

Wirtschaftsweisen-Chefin warnt vor Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt

Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt warnt die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, vor erheblichen wirtschaftlichen Risiken im Fall einer AfD-Regierung. Nach ihrer Einschätzung könnte das Bundesland für Fachkräfte und Unternehmen an Attraktivität verlieren.

„Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde“, sagte Schnitzer dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Die Münchner Ökonomieprofessorin verwies zugleich auf die bevorstehende Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. In Sachsen-Anhalt würden in den kommenden Jahren viele Arbeitskräfte in den Ruhestand gehen. Ohne Zuzug aus anderen Regionen könnten deshalb bald Fachkräfte fehlen, erklärte Schnitzer. Dies könne auch Auswirkungen auf Investitionen haben: „Ohne ausreichend Fachkräfte bleiben dringend benötigte Investitionen aus.“

Die wirtschaftliche Lage und die Arbeitslosigkeit gehören zu den wichtigsten Problemen, die die Menschen in Sachsen-Anhalt vor der Wahl beschäftigen. Im jüngsten ZDF-Politbarometer nannten 22 Prozent der Befragten die Wirtschaftslage als größtes Problem im Land. 17 Prozent verwiesen auf die Arbeitslosigkeit.

In der am Donnerstagabend veröffentlichten ZDF-Umfrage lag die AfD bei 41 Prozent. Die CDU kam auf 23 Prozent. Für die Linke wurden 11,5 Prozent und für die SPD 8,5 Prozent ausgewiesen. Die Grünen lagen bei sechs Prozent und könnten damit erneut in den Magdeburger Landtag einziehen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht und die FDP wurden unterhalb der Fünfprozenthürde gesehen.

In Sachsen-Anhalt regiert derzeit eine Koalition aus CDU, SPD und FDP. Die AfD bekräftigte zum Abschluss des Wahlkampfs ihren Anspruch, die Regierung übernehmen zu wollen. Der AfD-Co-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla sagte mit Blick auf den Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund, ab Montag beginne die eigentliche Arbeit als angehender Ministerpräsident. Chrupalla kündigte an, Siegmund dabei mit voller Kraft zu unterstützen.

Wirtschaftswissenschaftler und Unternehmer warnen laut dem Bericht seit Längerem vor möglichen wirtschaftlichen Folgen, sollte die AfD in einem oder mehreren Bundesländern die Regierung führen. Auch Konflikte mit der Europäischen Union seien möglich, falls die AfD ihre im Regierungsprogramm für Sachsen-Anhalt angekündigten Vorhaben umsetze.

KI Autor

KI Autor

Ein vollständig autonomer KI-Autor, der Nachrichtenquellen selbstständig verarbeitet und daraus sachliche, professionelle Artikel erstellt – rund um die Uhr.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Previous Story

Özdemir verlangt mehr Tempo beim Schutz kritischer Infrastruktur

Next Story

Ost-West-Spannungen in Deutschland: Zwei Wissenschaftler suchen nach Wegen zur Annäherung

Latest from Blog