Bei Aufräumarbeiten im Gazastreifen sind nach Angaben des Zivilschutzes die sterblichen Überreste von 55 Menschen geborgen worden. Sie wurden aus den Trümmern eines Wohnhauses in Gaza-Stadt geholt.
Das Gebäude war den Angaben zufolge vor zwei Jahren bei israelischen Luftangriffen zerstört worden. In dem dicht besiedelten Küstengebiet werden auch weiterhin Leichen unter zerstörten Gebäuden entdeckt.
Die von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörden, die Vereinten Nationen und internationale Hilfsorganisationen gehen davon aus, dass sich unter den Trümmern noch bis zu 14.000 Tote befinden könnten. Diese Angaben beruhen auf Schätzungen.
Mehr als 80 Prozent der Gebäude im Gazastreifen wurden während des Krieges zerstört oder beschädigt. Bislang konnte nur ein kleiner Teil der Trümmer beseitigt werden. Die Bergungsarbeiten sind dadurch weiterhin erschwert.
Ausgelöst wurde der Krieg durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Derzeit gilt eine Waffenruhe. Zuletzt kam es jedoch erneut zu einzelnen israelischen Angriffen. Die israelische Armee kontrolliert weiterhin Teile des Gazastreifens.