Die von der Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlichte Beilage „Christ und Welt“ soll eingestellt werden. Nach Angaben des Zeit-Verlags, über die das Internetportal katholisch.de berichtet, ist die letzte Ausgabe für Ende Oktober vorgesehen.
Die Berichterstattung über religiöse und christliche Themen soll demnach fortgesetzt werden. Geplant ist, diese Inhalte künftig vor allem digital sowie in der Rubrik „Glauben und Zweifeln“ zu veröffentlichen. Die Rubrik soll dafür häufiger und mit erweitertem Umfang in der „Zeit“ erscheinen.
Die Redakteure von „Christ und Welt“ sollen nach Angaben des Verlags in andere Ressorts der Wochenzeitung wechseln. Die Beilage wird damit nach mehreren Veränderungen ihrer Organisations- und Publikationsform eingestellt.
„Christ und Welt“ wurde 1948 als eigenständige Wochenzeitung gegründet und galt lange als einflussreiche christlich-konservative Publikation. 1971 wurde die Zeitung mit der „Deutschen Zeitung und Wirtschaftszeitung“ zusammengelegt.
1980 verkaufte der Holtzbrinck-Verlag „Christ und Welt“ an die Deutsche Bischofskonferenz. Diese führte die Publikation anschließend mit der katholischen Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“ zusammen.
Der „Rheinische Merkur“ wurde 2010 als eigenständige Zeitung eingestellt. Im selben Zusammenhang übernahm der Zeit-Verlag „Christ und Welt“.
Seitdem liegt der Wochenzeitung „Die Zeit“ eine sechsseitige, redaktionell unabhängige Beilage mit dem Titel „Christ und Welt“ bei. Sie ist nicht im Einzelhandel erhältlich. Zugang dazu haben Abonnenten der „Zeit“ sowie die früheren Abonnenten des „Rheinischen Merkur“.
Die Meldung wurde am 5. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt.