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September 5, 2026
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Rhysida veröffentlicht gestohlene Daten aus Berliner Senatsverwaltungen

Die Hackergruppe Rhysida hat gestohlene Daten aus zwei Berliner Senatsverwaltungen im Darknet veröffentlicht. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung befinden sich darunter Verträge, Unterlagen zur kritischen Infrastruktur, Passwörter und zahlreiche personenbezogene Daten.

Die Angreifer hatten nach bisherigen Erkenntnissen vom 7. bis zum 12. August unbemerkt Zugriff auf interne Computersysteme. Bekannt geworden war der Cyberangriff am 14. August. Betroffen sind die Senatsverwaltungen für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.

Nach Angaben der Hacker soll es sich um 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von rund 5,7 Terabyte handeln. Ob diese Angaben zutreffen, ließ sich zunächst nicht verifizieren. Die veröffentlichten Daten stammen demnach aus unterschiedlichen Bereichen der betroffenen Verwaltungen.

Unter den Dokumenten sollen sich auch Personalunterlagen wie Zeugnisse und eingescannte Ausweise befinden. Zudem wurden vertrauliche Unterlagen zu Disziplinarverfahren veröffentlicht. Die Dateien tragen nach dem Bericht unter anderem den Hinweis „Vertrauliche Personalsache!“.

Besonders brisant sind Angaben des Investigativjournalisten Lars Winkelsdorf. Er schrieb auf X, unter den Daten befänden sich auch Pläne für den Verteidigungsfall, geheime Kommunikationswege der Bundesregierung und Notfallpläne von Behörden. Winkelsdorf bezeichnete das Sicherheitsleck als „staatsgefährdende Ausmaße“.

Die Hacker hatten zuvor ein Lösegeld von 30 Bitcoins verlangt. Das entsprach nach dem damaligen Kurs rund zwei Millionen Euro. Die Frist für die Zahlung lief am Freitagnachmittag ab. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hatte erklärt, dass sich das Land Berlin nicht erpressen lasse.

Zunächst hatte der Senat mitgeteilt, es seien nur öffentlich zugängliche Daten abgeflossen. Die nun veröffentlichten Unterlagen umfassen laut dem Bericht jedoch auch interne Verwaltungsangelegenheiten und Dokumente zu politischen Prozessen.

Die Berliner Verwaltung will Menschen, deren Daten betroffen sind, abhängig von der jeweiligen Risikoeinschätzung informieren. Betroffene werden zudem aufgefordert, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten. Nach aktuellem Stand gilt das „Landesnetz Berlin“, das Computernetzwerk der Behörden, als nicht mehr infiltriert.

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