In die geplante Übernahme der Commerzbank durch die italienische Bank Unicredit hat sich die Politik eingeschaltet. Hessens Ministerpräsident Rhein traf nach Angaben von Unicredit den Vorstandsvorsitzenden der Bank, Orcel. Unicredit bezeichnete das Gespräch als „konstruktiv“.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fordert die hessische Landesregierung, dass der rechtliche Sitz der Commerzbank auch im Fall einer Übernahme in Frankfurt bleibt. Zudem soll die Bank als Aktiengesellschaft deutschen Rechts weitergeführt werden.
Auch auf Bundesebene ist ein Gespräch geplant. Bundesfinanzminister Klingbeil will sich Mitte September mit Orcel treffen. Der Bund hält gut zwölf Prozent der Anteile an der Commerzbank.
Unicredit hat sich durch Aktienkäufe und Optionen inzwischen einen Anteil von fast 50 Prozent an der Commerzbank gesichert. Innerhalb des deutschen Geldhauses gibt es Befürchtungen, dass eine Übernahme zu Massenentlassungen und zur Schließung von Filialen führen könnte.
Der vorliegende Bericht gehört zu einer am 3. September 2026 im Deutschlandfunk ausgestrahlten Nachricht.