Der FC Augsburg hat Eintracht Frankfurt mit 4:1 besiegt und steht nach zwei Spieltagen erstmals in der Vereinsgeschichte an der Spitze der Bundesliga. Dabei lag der FCA zur Halbzeit noch mit 0:1 zurück und musste sich nach Einschätzung von Trainer Manuel Baum bei Torhüter Finn Dahmen bedanken.
„Wir können uns alle bei Finn Dahmen bedanken, der drei bis vier Big Saves hatte, dass wir nur 0:1 zur Pause zurücklagen“, sagte Baum nach der Partie. Mit dem Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang war der Trainer allerdings nicht zufrieden. Augsburg sei nicht entschlossen genug in die Zweikämpfe gegangen und habe nach Ballgewinnen häufig wieder nach hinten gespielt.
In der Halbzeitpause stellte Baum seiner Mannschaft zunächst eine klare Frist. „Zehn Minuten bekommt ihr noch in der Konstellation“, erklärte der Coach. Gleichzeitig veränderte er die Grundordnung des Teams. Die beiden Zehner Arijon Ibrahimovic und Robin Fellhauer wechselten die Seiten, um für mehr Stabilität zu sorgen.
Die Anpassung zeigte sofort Wirkung. Innerhalb von 103 Sekunden drehte Augsburg die Partie. Ibrahimovic erzielte in der 46. Minute den Ausgleich. Nur kurz darauf traf Fellhauer zum 2:1 für den FCA. Dabei nutzte er einen Fehler von Frankfurts Torhüter Atobolu nach einem Schuss von Ibrahimovic.
Baum hob außerdem die Spieler hervor, die im weiteren Verlauf von der Bank kamen. Alexis Claude-Maurice, Mert Kömür und Rodrigo Ribeiro sorgten in der Offensive für Impulse. In der Defensive kamen Young-woo Seol und Jeffrey Gouweleeuw zum Einsatz.
Der Trainer verwies nach dem Sieg auch auf die Zusammenstellung seines Kaders. „Wir haben eine sensationelle Kaderplanung und ein Super-Transferfenster gehabt und haben richtig coole Spieler“, sagte Baum. Diese Qualität habe der Mannschaft geholfen, auch in schwierigen Momenten an sich zu glauben. Dass Augsburg in einer Halbzeit auswärts vier Tore erzielen könne, sei etwas, das das Team aus Frankfurt mitnehme.