Die AfD ist als klarer Sieger aus der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hervorgegangen. In Magdeburg befragten Reporterinnen und Reporter Menschen auf dem Domplatz zu den ersten Prognosen und Zahlen. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus.
Ein Anwohner begrüßte das Ergebnis und sagte, es sei „zu wenig“ erreicht worden. Auf den Hinweis, dass die AfD in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem gilt, wies er dies zurück. Die entsprechende Einschätzung bezeichnete er als Behauptung, die den Menschen seit 20 Jahren erzählt werde.
Eine Anwohnerin sagte, der Wahlausgang habe sich für sie abgezeichnet. Wer durch die Stadt gehe und mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen arbeite, lebe und kommuniziere, könne die Stimmung wahrnehmen. Sie selbst arbeite in einem großen Krankenhaus in Magdeburg und erlebe dort, wie die Menschen über die politische Lage dächten.
Viele seien müde und wollten an das glauben, was die AfD verspreche, sagte die Frau. Ihre eigene Reaktion beschrieb sie mit den Worten: „Ich stehe da und bin erschüttert.“
Eine weitere Anwohnerin berichtete von Beklemmungsgefühlen. Sie nehme wahr, dass manche Menschen mit verbotenen nationalsozialistischen Symbolen selbstbewusst durch die Stadt gingen. Zugleich zeigte sie sich erleichtert, dass die AfD keine absolute Mehrheit erreicht habe.
Sie hoffe nun auf die Demokratie und darauf, dass sich die Abgeordneten zusammenraufen und gemeinsam gegen die AfD arbeiteten. Eine andere befragte Person verband ihre Wünsche mit einer Deutschlandfahne. Sie sei in der DDR geboren und aufgewachsen und wünsche sich Frieden auf der ganzen Welt.
Eine Anwohnerin äußerte außerdem die Sorge, Deutschland könne in die Vergangenheit zurückreisen. Sie befürchte, dass dadurch ähnliche Probleme entstehen könnten, wie sie die Großeltern bereits erlebt hätten.