Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt den Einzug in den Landtag geschafft. Die Partei kam im Verlauf des Wahlabends auf mehr als fünf Prozent der Stimmen und wird künftig mit fünf Sitzen vertreten sein.
Damit könnte das BSW der AfD bei der Wahl des Ministerpräsidenten zu einer Mehrheit verhelfen. Nach dem vorliegenden Bericht kann sich die Partei von Sahra Wagenknecht eine Zusammenarbeit mit der AfD vorstellen.
Das Wahlergebnis blieb zunächst offen. Das BSW lag lange zwischen 4,8 und fünf Prozent. Im weiteren Verlauf stabilisierte sich das Ergebnis bei fünf Prozent. Gegen 23 Uhr stand schließlich fest, dass die Partei die nötige Hürde überraschend überschritten hatte.
Im Fernsehen traten die BSW-Landesvorsitzende Claudia Wittig und die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel betont harmonisch auf. Das deutet auf eine mögliche Annäherung beider Parteien hin, konkrete Vereinbarungen werden in dem Bericht jedoch nicht genannt.
Die AfD feierte in Sachsen-Anhalt zugleich ein Rekordergebnis. Ihren Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund sieht die Partei bereits als möglichen neuen Ministerpräsidenten – auch für den Fall, dass sie keine absolute Mehrheit erreicht.
Die Linke verfolgt nach den vorliegenden Informationen andere politische Pläne. Welche konkreten Mehrheiten sich im neuen Landtag bilden werden, bleibt damit offen.