Ermedin Demirovic hat sich nach dem 4:1 des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln zu den Wechselgerüchten der vergangenen Wochen geäußert. Der Stürmer erzielte in der 75. Minute das Tor zum 3:0 und erklärte anschließend, warum er trotz anderer Angebote in Stuttgart bleiben wollte.
Demirovic sagte nach der Partie, er habe sich vorgenommen, „wieder Respekt auf meinen Namen zu bekommen“. Über ihn sei zuletzt viel geredet worden, unter anderem habe es geheißen, er sei ein Verkaufskandidat. Mit seinem Auftritt gegen Köln habe er zeigen wollen, dass er weiterhin beim VfB sei und nicht etwa ohne Verein dastehe.
In der Transferphase hatte es wiederholt Spekulationen über einen Wechsel des bosnischen Nationalspielers gegeben. Dem Bericht zufolge unterbreitete unter anderem Galatasaray ein lukratives Angebot. Demirovic lehnte dieses jedoch ab.
Die Diskussionen belasteten den 28-Jährigen nach eigenen Angaben auch persönlich. Im Trainingslager sei die Behauptung aufgekommen, Trainer Sebastian Hoeneß wolle ihn verkaufen. Dieses Thema sei anschließend schnell geklärt worden. Hoeneß hatte die damalige Berichterstattung laut dem vorliegenden Bericht als irritierend und ärgerlich bezeichnet.
Dennoch hörten die Spekulationen aus Sicht des Stürmers nicht auf. Dadurch habe er sich irgendwann gefragt, ob er sich tatsächlich nach einem anderen Klub umsehen müsse und ob er beim VfB unerwünscht sei. Die Situation habe ihm schlaflose Nächte bereitet.
Demirovic entschied sich schließlich gemeinsam mit seiner Familie für einen Verbleib in Stuttgart. Ausschlaggebend seien intensive Gespräche und das Gefühl gewesen, dass er für den Trainer wichtig sei. Zudem verwies der Stürmer auf die Ziele des Vereins und die Teilnahme an der Champions League.
„Ich wollte hierbleiben, hatte auch mit dem Trainer super Gespräche“, sagte Demirovic. Er habe den eingeschlagenen Weg mit dem VfB fortsetzen und keinen Ausweg suchen wollen. Nach dem 4:1 gegen Köln und seinem zuvor erzielten Auftritt beim 1:5 gegen Bayern können die Stuttgarter damit weiter auf ihren Stürmer setzen.