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Martin Kind stellt sich hinter Wolfsburgs Reese nach Fan-Anfeindungen

Fabian Reese steht nach seinem Wechsel von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg weiter im Mittelpunkt von Fan-Protesten. Nun hat sich Martin Kind hinter den 28 Jahre alten Angreifer gestellt und die Anfeindungen als nicht vertretbar bezeichnet.

Reese wechselte im Sommer für acht Millionen Euro von Hertha nach Wolfsburg. Dass er den Berliner Traditionsverein zugunsten des Werksklubs verließ, sorgt bei vielen Fans für Unmut. Im Internet kam es laut dem Bericht zu zahlreichen Hasskommentaren.

Besonders deutlich wurde die Ablehnung zuletzt beim Spiel in Karlsruhe. Die Anhänger des Karlsruher SC pfiffen Reese bei jedem Ballkontakt aus. Zwischen den KSC-Fans und Hertha besteht seit 50 Jahren eine Fan-Freundschaft.

Nach der Partie sprach Reese über die Folgen der Pfiffe. „Wenn man von 30.000 Menschen ausgepfiffen wird, was das mit einem macht“, sagte der Angreifer. Die Situation nehme ihn auch außerhalb des Stadions mit: „Mir tut es weh, mich verletzt es. Ich nehme das auch mit nach Hause.“

Martin Kind, Patron von Hannover 96, kennt nach den Angaben des Berichts selbst Anfeindungen aus dem Fußball. Obwohl Hannover und Wolfsburg rivalisieren, zeigte er Verständnis für Reese. „Es ist nicht vertretbar“, sagte Kind. Wer die Regeln des Marktes kenne und akzeptiere, müsse auch damit umgehen, dass Spieler eigene Entscheidungen träfen.

Kind betonte zudem, Reese werde beim VfL seine Leistung bringen. Entscheidend seien die sportlichen Leistungen und nicht die Transferentscheidung. Den Angreifer zum Sündenbock zu machen, sei aus seiner Sicht nicht korrekt.

„Die Identifikationen mit einem Verein von früher gibt es heutzutage kaum noch“, sagte Kind dem Bericht zufolge. Diese Entwicklung müsse man akzeptieren.

Für Reese steht als Nächstes ein Heimspiel gegen Energie Cottbus an. Die Partie ist für Samstag um 13 Uhr angesetzt und wird bei Sky übertragen. Im laufenden Spieljahr war der Wolfsburger Angreifer in drei Spielen an vier Zweitliga-Treffern beteiligt. Kind sprach Reese seinen Respekt aus und erklärte, der Spieler habe sich bereits bei Hertha stets voll eingesetzt und tue dies nun auch in Wolfsburg.

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