Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Flughafen Leipzig hat Großbritannien den ranghöchsten russischen Diplomaten im Land einbestellt. London macht Russland für den Vorfall mit einer Sprengstoffdrohne mitverantwortlich.
Ein Sprecher des britischen Außenministeriums verurteilte den „ungeheuerlichen und rücksichtslosen Angriff“ mit einer Sprengstoffdrohne „auf das Schärfste“. Der Vorfall sei der jüngste Teil eines klaren Musters von Versuchen des russischen Staates, die gemeinsame Sicherheit Europas zu untergraben.
Die Bundesregierung hatte Russland bereits am Dienstag für den versuchten Anschlag von Anfang August verantwortlich gemacht. Damals war am Leipziger Flughafen eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden.
Als Reaktion kündigte Deutschland unter anderem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses in Berlin an. Auch mehrere EU-Staaten bestellten russische Diplomaten ein.
Russland weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als absurd. Weitere Angaben zum Ablauf des Vorfalls oder zu möglichen Verantwortlichen enthält der vorliegende Bericht nicht.
Die Meldung wurde am 3. September 2026 im Programm von Deutschlandfunk verbreitet.