Die neue EU-Abgabe auf Kleinsendungen aus Nicht-EU-Ländern könnte das Aufkommen von Billigbestellungen in Deutschland deutlich verringert haben. Nach Angaben der Generalzolldirektion ging die Zahl der Päckchen um bis zu 40 Prozent zurück.
Auch aus Frankreich werden ähnliche Entwicklungen gemeldet. Eine belastbare Bewertung sei derzeit jedoch noch nicht möglich, teilte die Behörde mit. Der Beobachtungszeitraum seit Einführung der Abgabe sei dafür zu kurz.
Seit Juli erhebt die Europäische Union einen zusätzlichen Zoll auf Kleinsendungen aus Drittländern. Pro Produktkategorie werden mindestens drei Euro fällig. Zuvor waren Sendungen mit einem Wert von weniger als 150 Euro zollfrei.
Mit der Regelung soll die große Zahl kleiner Paketsendungen von asiatischen Onlinehändlern eingedämmt werden. Anbieter wie Shein und Temu hatten zuvor eine Flut von Päckchen mit besonders günstigen Waren ausgelöst.
Die Angaben wurden am 3. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks veröffentlicht.