Syrien hat nach eigenen Angaben mit der Zerstörung von Chemiewaffen begonnen. Dabei handelt es sich um Material aus der Zeit des gestürzten Machthabers Baschar al-Assad.
Der syrische Vertreter bei den Vereinten Nationen informierte den Sicherheitsrat über den Beginn der Vernichtung. Weitere Einzelheiten zum Umfang des Materials wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Nach der Übernahme des Interimspräsidenten Ahmed al-Scharaa Anfang vergangenen Jahres hatte sich die syrische Regierung zur Zusammenarbeit mit der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) bereit erklärt. Inspektoren der Organisation suchten daraufhin in ganz Syrien nach Lagern mit chemischen Kampfstoffen.
Unter Assad hatte Syrien über Jahrzehnte ein umfangreiches Chemiewaffenprogramm aufgebaut. Das Land war zwar offiziell der Chemiewaffenkonvention beigetreten. Untersuchungen kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass syrische Soldaten im Bürgerkrieg weiterhin Sarin, Chlorgas und Senfgas eingesetzt hatten.
Durch den Einsatz der Kampfstoffe wurden nach den Angaben Tausende Menschen getötet oder verletzt. Die nun angekündigte Zerstörung betrifft Material, das der früheren Herrschaft Assads zugerechnet wird.
Die Meldung wurde am 3. September 2026 im Programm Deutschlandfunk verbreitet.