Russland meldet Abwehr von 493 Drohnen auf dem Weg nach Moskau

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Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht zu Dienstag eine großangelegte Drohnenattacke auf Moskau abgewehrt. Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, insgesamt seien 493 Drohnen auf die Hauptstadt zugesteuert.

Die meisten Fluggeräte seien demnach bereits in größerer Entfernung von Moskau abgefangen worden. 187 Drohnen seien erst gestoppt worden, als sie sich der Stadt näherten. Angaben zu möglichen Schäden in Moskau liegen in dem Bericht nicht vor.

Auch aus Jaroslawl wurden Schäden gemeldet. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde eine Ölraffinerie getroffen. Bei dem Vorfall seien zwei Mitarbeiter verletzt worden. Auf dem Gelände brach zudem ein Feuer aus. Jaroslawl liegt rund 250 Kilometer nordöstlich von Moskau.

Während Russland über die Drohnen in Richtung seiner Hauptstadt berichtete, meldete die ukrainische Luftwaffe massive russische Luftangriffe auf die Ukraine. Insgesamt seien 289 Kampfdrohnen eingesetzt worden, darunter 120 düsengetriebene Drohnen, die besonders schnell fliegen und schwer abzufangen seien.

Zusätzlich registrierte die ukrainische Luftwaffe 59 Marschflugkörper verschiedener Typen sowie eine nicht näher genannte Zahl von Raketen. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj setzte Russland in der Nacht außerdem 17 ballistische Raketen ein.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, 309 feindliche Angriffskörper seien abgeschossen oder durch elektronische Luftabwehr zum Absturz gebracht worden. Darunter seien 49 Marschflugkörper und drei ballistische Raketen gewesen. Einschläge habe es an 23 Orten gegeben. An weiteren Stellen seien Trümmer von Drohnen niedergegangen.

In Charkiw wurden nach Behördenangaben bei einem Angriff auf eine medizinische Einrichtung mehr als 60 Menschen verletzt. 226 Patienten müssten in andere Einrichtungen verlegt werden. Durch die Detonationen seien am Krankenhaus und an umliegenden Häusern rund 1.000 Fenster beschädigt worden.

In der nördlichen Region Schytomyr waren am Morgen mehr als 180.000 Haushalte ohne Strom. Betroffen seien rund 130 Ortschaften. Berichte über Verletzte oder Todesopfer lagen dort zunächst nicht vor.

In der Region Odessa kam es nach einem Angriff auf eine Anlage des privaten Energieversorgers DTEK zu Notabschaltungen. Das Unternehmen teilte mit, die Anlage sei in den vergangenen zwei Monaten wiederholt beschossen worden. Die Reparaturarbeiten würden voraussichtlich länger dauern.

Unterdessen stieg die Zahl der Todesopfer eines russischen Angriffs auf das Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja nach ukrainischen Angaben auf 29. Unter den Toten seien zwei Rettungskräfte und vier Polizisten. Fünf Menschen seien verletzt, 48 weitere würden noch vermisst. Nach Angaben Selenskyjs ereignete sich der Angriff während der Ausgabe humanitärer Hilfe in einer Schule.


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