Neue Leitlinie: Wann aufsässiges Verhalten bei Kindern problematisch wird

Eine neue Leitlinie befasst sich mit dem Umgang mit gestörtem beziehungsweise aufsässigem Sozialverhalten bei Kindern. Eine Therapeutin und ein Psychologe ordnen ein, wann heftige Wut und Widerstand noch als normale Entwicklung gelten können.

Im Alltag zeigt sich das Verhalten unterschiedlich: Ein dreijähriges Kind rastet häufig aus, ein Erstklässler knallt mit der Tür oder eine Teenagertochter pöbelt. Die zentrale Frage lautet, wann Eltern die Entwicklung beobachten können und wann sie Unterstützung suchen sollten.

Die Kinderpsychologin Anja Görtz-Dorten erklärt, dass aufsässiges Verhalten nicht grundsätzlich krankhaft sein muss. Zugleich gibt die neue Leitlinie Orientierung für den Umgang mit Kindern, deren Sozialverhalten wiederholt als gestört oder besonders herausfordernd erlebt wird.

Im Mittelpunkt steht damit die Einschätzung, ob Wut, Widerstand und Regelverletzungen noch im Rahmen liegen oder ob Eltern Hilfe benötigen. Die Einordnung soll Familien dabei unterstützen, schwierige Situationen besser zu bewerten.


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