Arbeitsministerium erwartet 2027 Rentenplus von 4,09 Prozent

Die gesetzliche Rente in Deutschland soll zum 1. Juli 2027 voraussichtlich um 4,09 Prozent steigen. Das geht aus dem Entwurf des neuen Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung hervor, über den die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Für Rentner würde die geplante Erhöhung rund 41 Euro mehr je 1000 Euro Monatsrente bedeuten. Die Bruttostandardrente eines Durchschnittsverdieners mit 45 Beitragsjahren könnte dem Bericht zufolge von derzeit 1913 Euro auf 1992 Euro steigen.

Im laufenden Jahr waren die Renten zum 1. Juli um 4,24 Prozent angehoben worden. Die Prognose für 2027 liegt damit etwas darunter, würde aber erneut ein Plus von mehr als vier Prozent bedeuten.

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung soll im Jahr 2027 zunächst unverändert bei 18,6 Prozent des Bruttolohns bleiben. Für die folgenden Jahre stellt der Entwurf jedoch höhere Belastungen für Beschäftigte und Unternehmen in Aussicht.

Demnach könnte der Beitragssatz 2028 um 1,1 Prozentpunkte auf 19,7 Prozent steigen. Für 2029 wird eine weitere Anhebung auf 19,8 Prozent erwartet. Die Deutsche Rentenversicherung hatte im Frühjahr noch einen Beitragssatz von 19,9 Prozent für 2028 und 20 Prozent für 2029 prognostiziert.

Der Rentenversicherungsbericht enthält außerdem einen Ausblick bis 2040. Bei unveränderter Gesetzeslage könnten die gesetzlichen Renten bis dahin insgesamt um 46,5 Prozent steigen. Das entspräche einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von rund 2,8 Prozent.

Mögliche Änderungen durch die geplante Rentenreform sind in dieser langfristigen Prognose noch nicht berücksichtigt.


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