Apple steigert Umsatz und Gewinn – Anleger reagieren enttäuscht auf Ausblick

Apple hat im dritten Quartal mit seinem iPhone-Geschäft die Erwartungen von Börsenprofis übertroffen. Der Konzern erzielte sowohl beim Smartphone-Umsatz als auch bei den Gesamterlösen Rekordwerte. An der Börse kam der Ausblick dennoch schlecht an.

Der iPhone-Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,5 Prozent auf 57,56 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt mit rund einer Milliarde Dollar weniger gerechnet. Rückenwind erhielt Apple durch eine starke Nachfrage und Preiserhöhungen. Besonders die Spitzenmodelle iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max trugen zu der Entwicklung bei.

Der Konzernumsatz wuchs in den vergangenen drei Monaten um zwölf Prozent auf 114,48 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte ebenfalls um zwölf Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar zu. Das iPhone bleibt damit mit deutlichem Abstand das wichtigste Produkt des Unternehmens.

Die Zahlen wurden erstmals unter dem neuen Apple-Chef John Ternus präsentiert. Der bisherige Hardware-Chef hatte den Posten während des Quartals von Tim Cook übernommen. Bei seiner ersten Analystenkonferenz formulierte Ternus seine Vorstellungen für die Zukunft des Konzerns.

Apple wolle Produkte entwickeln, die hohen Ansprüchen bei Qualität, Leistung, Design und Langlebigkeit genügten, sagte Ternus dem Wirtschaftssender CNBC. Das iPhone solle auch im Zeitalter Künstlicher Intelligenz eine zentrale Rolle behalten. Über Apple-Geräte sollen Nutzer demnach künftig auf KI-Anwendungen zugreifen.

Belastet wird das Geschäft durch die stark gestiegenen Preise für Speicherchips. Apple hat deshalb die Preise für verschiedene Produkte erhöht. Ternus bezeichnete den Kostenanstieg als beispiellos und anhaltend. Der Konzern versuche, die Belastung unter anderem durch niedrigere Preise bei anderen Bauteilen abzufedern.

Analyst Bob O’Donnell verwies auf die offene Frage, wie sich die höheren Preise auf die Nachfrage auswirken. Andere Smartphone- und Laptop-Anbieter spürten bereits eine größere Zurückhaltung der Kunden. Dan Morgan vom Vermögensverwalter Synovus sagte, andere Anbieter seien beim Thema Künstliche Intelligenz technologisch deutlich weiter. Apple betone dagegen, dass seine Siri-KI stärker auf Vertrauen und Datenschutz ausgerichtet sei.

Für das laufende Quartal rechnet Apple mit einem langsameren Wachstum. Wegen der weiter steigenden Preise für Speicherchips soll die Bruttomarge von zuletzt etwa 48 Prozent auf 45 bis 46 Prozent sinken. Die Apple-Aktie fiel nachbörslich zeitweise um vier Prozent.

Im September bringt Apple traditionell neue iPhone-Modelle auf den Markt. Beim ersten aufklappbaren Modell des Konzerns, dem iPhone Duo, gibt es laut Ternus weiterhin Engpässe. Das Gerät ist in den aktuellen Quartalszahlen noch nicht enthalten, weil der offizielle Verkauf erst wenige Tage zuvor begonnen hatte.


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