Männer verunglücken im Straßenverkehr deutlich häufiger und mit schwereren Folgen als Frauen. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes zum Weltmännertag hervor.
Im vergangenen Jahr waren 73,6 Prozent der im Straßenverkehr getöteten Menschen männlich. Auch bei den Verletzten lag der Männeranteil über dem der Frauen: Bei den Schwerverletzten betrug er 64 Prozent, bei den Leichtverletzten 57,1 Prozent.
Das Unfallrisiko war ebenfalls höher. Je 100.000 Einwohner verunglückten im vergangenen Jahr 526 Jungen und Männer im Straßenverkehr. Bei Mädchen und Frauen waren es 369 je 100.000 Einwohnerinnen. Bei den tödlich Verunglückten kamen auf 100.000 Männer fünf Fälle, bei den Frauen zwei.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es dafür mehrere Gründe. Männer nehmen demnach insgesamt häufiger am Straßenverkehr teil und nutzen öfter Verkehrsmittel wie Krafträder, bei denen Unfälle schwerwiegendere Folgen haben können. Ergebnisse zu Unfallursachen deuteten außerdem auf ein vorsichtigeres Verhalten von Frauen im Straßenverkehr hin.
Besonders groß ist der Unterschied bei jungen Menschen. Im Alter von 15 bis 20 Jahren verunglückten im vergangenen Jahr rund 28.600 Männer im Straßenverkehr. Das waren 70,5 Prozent mehr als bei Frauen in derselben Altersgruppe.
Bei den tödlichen Unfällen zeigte sich ebenfalls ein deutlicher Abstand: 161 junge Männer im Alter von 15 bis 20 Jahren kamen ums Leben. Damit waren es fünfmal so viele wie bei den Frauen dieser Altersgruppe.
Männer waren zudem häufiger die Hauptverursacher von Unfällen mit verletzten Menschen. Nach der Statistik traf dies im vergangenen Jahr auf 56,1 Prozent dieser Unfälle zu.
Die häufigsten Fehler waren bei beiden Geschlechtern das falsche Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Fehler bei Ein- und Ausfahrten. Bei Männern folgten ein zu geringer Abstand und eine nicht angepasste Geschwindigkeit. Bei Frauen stand nach den häufigsten Fehlern zunächst die Missachtung der Vorfahrt, danach der mangelnde Abstand.

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