Mindestens 18 Tote bei Luftangriff auf humanitäre Hilfe nahe Saporischschja

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Bei einem Luftangriff auf das ukrainische Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach Angaben aus Kyjiw mindestens 18 Menschen getötet worden. Mindestens fünf weitere Personen wurden demnach verletzt. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern dauert an.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, das Bombardement habe eine Schule getroffen, in der humanitäre Hilfe ausgegeben wurde. Nach seinen Angaben erhalten die verbliebenen Einwohner von Komyschuwacha dort jede Woche Unterstützung.

Selenskyj warf Russland deshalb einen gezielten Angriff vor. Eine Bestätigung oder Stellungnahme von russischer Seite lag zunächst nicht vor.

Die Siedlung wurde nach Angaben ukrainischer Behörden mehrfach bombardiert. Dabei soll Russland mehr als zehn Gleitbomben eingesetzt haben. Eine der Bomben traf Selenskyj zufolge direkt einen Luftschutzkeller.

Gleitbomben werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe und aus sicherer Entfernung zur ukrainischen Flugabwehr abgeworfen. Anschließend gleiten sie mithilfe von Satellitennavigation ins Ziel.

Komyschuwacha liegt etwa 25 Kilometer östlich der Stadt Saporischschja und gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt. Die Region ist seit Monaten wiederholt Ziel schwerer russischer Bombardements.

Bei einem Angriff auf die Großstadt Saporischschja waren Mitte Oktober 23 Menschen getötet worden, darunter vier Minderjährige. Auch damals erhob Selenskyj Vorwürfe gegen Moskau.

Russland greift in der Region nach den vorliegenden Angaben zudem immer wieder Lagergebäude an. Dabei kommen demnach ballistische Raketen, Drohnen und Gleitbomben zum Einsatz.


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