Das Spitzenpersonal der ARD hat im Jahr 2025 insgesamt mehr als drei Millionen Euro erhalten. An der Spitze steht der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Kai Gniffke, mit einer Gesamtvergütung von mehr als 400.000 Euro.
Gniffkes Grundvergütung lag bei 392.530 Euro. Hinzu kamen Sachbezüge in Höhe von 8.059 Euro, etwa für einen Dienstwagen oder eine Bahncard. Insgesamt belief sich seine Vergütung damit auf 400.589 Euro. Rechnerisch entspricht das rund 33.400 Euro im Monat.
Die Angaben stammen aus einer neuen Gehaltsliste, die der ARD-Verbund am Montag veröffentlichte. Insgesamt kommt die zwölfköpfige Chefetage demnach auf mehr als drei Millionen Euro.
Auf dem zweiten Platz liegt WDR-Intendantin Katrin Vernau. Sie erhielt 348.000 Euro Gehalt sowie 11.500 Euro an Sachbezügen. Ihre Gesamtvergütung betrug 359.500 Euro.
BR-Intendantin Katja Wildermuth kam einschließlich Sachbezügen auf 348.074 Euro. MDR-Chef Ralf Ludwig erhielt insgesamt 294.015 Euro. Die Intendantin von Radio Bremen, Yvette Gerner, kam auf 294.001 Euro.
Beim Hessischen Rundfunk erhielt Florian Hager 267.171 Euro. Die Gesamtvergütung des SR-Intendanten Martin Grasmück lag bei 246.801 Euro. RBB-Chefin Ulrike Demmer kam auf 233.925 Euro.
Beim NDR gab es im Jahr 2025 einen Wechsel an der Spitze. Joachim Knuth, der bis Ende August Intendant war, erhielt insgesamt 258.836 Euro. Sein Nachfolger Hendrik Lünenborg kam nach seinem Amtsantritt im September auf 102.625 Euro.
Auch die ARD-Programmdirektorin Christine Strobl erhielt eine sechsstellige Vergütung. Ihre Jahresbezüge lagen laut ARD bei 284.827 Euro. Dazu kamen 5.520 Euro Aufwandsentschädigung und 14.183 Euro Sachbezüge. Insgesamt waren es 304.530 Euro.
Die Intendanten legen ihre Gehälter nicht selbst fest. Über die Vergütung der Geschäftsleitungen und überwiegend auch der Hauptabteilungsleiter entscheiden die Aufsichtsgremien der jeweiligen Rundfunkanstalt. In der Regel ist dafür der Verwaltungsrat zuständig, der auch die Finanzkontrolle übernimmt.
Für tariflich beschäftigte Mitarbeiter gelten dagegen Tarifverträge zwischen den Rundfunkanstalten und den Gewerkschaften. Für die Eingruppierung sind unter anderem die Tätigkeit, die Verantwortung, die Komplexität der Aufgaben und die Berufserfahrung maßgeblich.
In der Übersicht wird außerdem die Deutsche Welle aufgeführt. Peter Limbourg erhielt bis zu seinem Ausscheiden als Intendant Ende September 2025 einschließlich Sachbezügen 223.748 Euro. Seine Nachfolgerin Barbara Massing kam nach ihrem Amtsantritt im Oktober für die verbleibenden drei Monate auf 64.811 Euro.

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