Der Naturforscher Adrian Shine hält das Monster von Loch Ness nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit dem schottischen See für einen Mythos. „Nessie“ existiert seiner Einschätzung nach nicht.
Shine beschäftigt sich seit rund 50 Jahren mit Loch Ness, den dortigen Geheimnissen und den zahlreichen Berichten über angebliche Sichtungen des Seeungeheuers. 1973 zog der gebürtige Engländer in die schottischen Highlands.
Später gründete er das „Loch Ness Project“. Über Jahrzehnte sammelte und untersuchte Shine Daten zu Loch Ness, setzte sich mit Sichtungen auseinander und verglich die Erzählungen mit möglichen natürlichen Erklärungen.
Sein Fazit fällt eindeutig aus: Hinter den vermeintlichen Monster-Sichtungen steckten nach seiner Einschätzung ausschließlich natürliche Phänomene. Über einen Teil der Berichte sagt Shine: „Viele Sichtungen werden durch Schiffswellen verursacht.“
Auch Vögel auf dem Wasser könnten demnach wie ein langer Hals wirken. Felsen oder Baumstämme, die sich durch besondere Strömungsverhältnisse scheinbar gegen den Wind bewegten, seien weitere Erklärungen für angebliche Sichtungen.
Über Fotos, auf denen das Monster deutlicher zu erkennen sein soll, äußert sich der Wissenschaftler ebenfalls skeptisch. „Sie waren alle Fälschungen“, sagt Shine.
Für Anhänger der Nessie-Legende sind die Aussagen eine Enttäuschung. Immer wieder werden angebliche Sichtungen des Monsters gemeldet. Das offizielle „Nessie-Register“ verzeichnet bislang 1165 Einträge.
Zuletzt gab es zudem Theorien, wonach „Nessie“ nicht allein im schottischen See leben könnte, sondern Teil einer ganzen Familie sei. Diese Vorstellungen wurden dem vorliegenden Material zufolge scheinbar durch Fotos aus dem Weltall gestützt. Shine hält dagegen an seiner Einschätzung fest, dass das Monster von Loch Ness nicht existiert.

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