Maria Ketikidou erinnert sich an Jan Fedder und ihre Jahre im „Großstadtrevier“

Das „Großstadtrevier“ feiert sein 40-jähriges Bestehen. Maria Ketikidou, die seit 1994 als Zivilfahnderin Hariklia „Harry“ in der Serie zu sehen ist, spricht zu diesem Anlass über ihre langjährige Arbeit und ihre Freundschaft mit Jan Fedder.

Die erste Folge der Vorabendserie wurde am 16. Dezember 1986 ausgestrahlt. Damit gilt das „Großstadtrevier“ als die am längsten laufende Vorabendserie im deutschen Fernsehen. Rund drei Millionen Zuschauer verfolgen montagabends im Ersten die Einsätze der Ermittler aus dem fiktiven Hamburger Polizeikommissariat 14.

Konzipiert wurde die Serie von dem früheren Polizeireporter Jürgen Roland. Bereits die erste Folge mit dem Titel „Mensch, der Bulle ist ’ne Frau“ sorgte für Aufmerksamkeit. Mareike Carrière spielte darin die Polizeioberwachtmeisterin Ellen Wegener. Die Serie zeigte damit Frauen im Streifendienst – eine Tätigkeit, die in Deutschland erst seit 1979 erlaubt war.

Ab 1992 prägte Jan Fedder die Serie in seiner Rolle als Dirk Matthies. Zwei Jahre später kam Maria Ketikidou als zweite Frau zum „Großstadtrevier“. Heute ist sie die dienstälteste Ermittlerin der Serie.

Für Ketikidou war Fedder jedoch mehr als ein Kollege. Beide kannten sich 33 Jahre und drehten 26 Jahre gemeinsam für das „Großstadtrevier“. An ihr erstes Casting im Jahr 1993 erinnert sie sich als Beginn einer engen Freundschaft. Auch als später weniger gemeinsame Szenen im Drehbuch standen, trafen sich die beiden häufig privat.

Besonders verbunden ist Ketikidou mit der Erinnerung an Fedders standesamtliche Hochzeit. Gemeinsam mit Marion und ihrem damaligen Ehemann fuhr sie in einer Stretch-Limousine zum Anglo-German-Club an der Alster. Zuvor machten sie Halt am Drehort und gratulierten den Kollegen, die an diesem Tag arbeiten mussten.

Auch nach Fedders Tod ist er für Ketikidou am Set präsent. Vor wichtigen Szenen geht sie nach eigenen Worten manchmal in „Dirks Büro“, das noch existiert. Dort steht ein Bild des Schauspielers. Sie führt dann gedanklich Zwiesprache mit ihm und schöpft daraus moralischen Beistand.


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