Die schottische Polizei untersucht Vorwürfe, wonach Frauen im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Besuch von Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell auf Schloss Balmoral verschleppt worden sein sollen. Die Ermittlungen befinden sich nach Angaben der Behörden noch in einem sehr frühen Stadium.
Im Mittelpunkt steht ein mögliches Treffen Epsteins und Maxwell mit Andrew im Jahr 1999. Der mutmaßliche Besuch soll auf dem privaten Anwesen der britischen Königsfamilie in den schottischen Highlands stattgefunden haben.
Die schottische Polizei bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur PA, dass sie Informationen erhalten habe und aktive Nachforschungen laufe. Die Bedürfnisse der Opfer und Überlebenden stünden im Mittelpunkt. Weitere Einzelheiten zu den laufenden Ermittlungen nannte die Polizei nicht.
Epstein war ein US-Finanzier und Sexualstraftäter. Er starb 2019 in Haft. Gemeinsam mit Ghislaine Maxwell hatte er einen Missbrauchsring betrieben, dem über Jahre junge Frauen und Minderjährige zum Opfer gefallen sein sollen.
Andrew hatte eine nachgewiesene Freundschaft zu Epstein. Diese kostete ihn praktisch alle Titel und Ehren. Den Vorwurf, in die kriminellen Machenschaften des US-Finanziers verwickelt gewesen zu sein, wies Andrew stets zurück.
Britische Behörden beschäftigen sich bereits seit längerer Zeit mit der Frage, ob auch Orte in Großbritannien von Epstein und seinen Komplizen für Missbrauch und Menschenhandel genutzt wurden.
Balmoral war der Rückzugsort von Queen Elizabeth II. auf dem Anwesen starb die Monarchin am 8. September 2022. Aufenthalte von Andrew und Epstein dort sollen zu Lebzeiten der Queen stattgefunden haben.
Virginia Giuffre, eines der Epstein-Opfer, hatte Andrew vorgeworfen, sie im Alter von 17 Jahren missbraucht zu haben. Andrew bestritt auch diese Vorwürfe. In einem US-Zivilverfahren einigte er sich mit Giuffre auf einen Berichten zufolge millionenschweren Vergleich.

Schreibe einen Kommentar