Festspiele Burgrieden melden Insolvenz nach wetterbedingten Ausfällen

Die Karl-May-Festspiele Burgrieden in Baden-Württemberg haben Insolvenz angemeldet. Nach Angaben der Geschäftsführerin Claudia Huitz führten Unwetter und ausbleibende Versicherungszahlungen zu der finanziellen Notlage.

Die Festspiele auf der Freilichtbühne Oberschwaben konnten seit 2014 Besucher aus Deutschland und dem Ausland anziehen. Zuletzt wurde dort vom 18. Juli bis zum 5. September 2026 das Stück „Der Schatz im Silbersee“ aufgeführt.

Nach Angaben der Veranstalter kamen in diesem Jahr rund 22.000 Besucher. Dennoch geriet die Festspiele Burgrieden GmbH in die Insolvenz. Nach Angaben des Unternehmens stehen rund 70 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Als Ursache nannte Huitz das Wetter. Vier Vorstellungen seien wegen Unwettern ausgefallen. Die Versicherung habe anschließend nicht gezahlt. Die Geschäftsführerin erklärte, sie sehe die Verantwortung nicht beim Unternehmen. Die rechtliche Klärung sei nun Sache von Anwälten und Gerichten.

Nach ihrer Darstellung konnte die Gesellschaft nicht auf den Ausgang eines möglicherweise langen Verfahrens warten. Für die Vorbereitung der Saison 2027 sei dadurch keine ausreichende Absicherung vorhanden. Am 25. Oktober stellte Huitz für die Festspiele Burgrieden GmbH einen Insolvenzantrag. Ein Insolvenzverwalter wurde bislang nicht bestellt.

In einem Schreiben vom 26. Oktober verabschiedete sich die Geschäftsführerin von den Besuchern und Fans. Die Saison 2026 sei erfolgreich gewesen, die Planung für 2027 bereits weit fortgeschritten. Wie es mit der kommenden Spielzeit weitergeht, ist derzeit unklar.

Kunden mit Gutscheinen oder Buchungen für Feiern in den Jahren 2027 und 2028 werden um Geduld gebeten. Huitz erklärte, sie wünsche sich eine Fortsetzung des Spielbetriebs in Burgrieden und wolle dabei unterstützen, soweit es ihr möglich sei.

Der Insolvenzantrag betrifft nach den vorliegenden Angaben ausschließlich den Standort Burgrieden. An anderen Spielstätten können die Karl-May-Spiele weiterhin besucht werden. Genannt werden Bad Segeberg, Lennestadt-Elspe, Rathen, Eging am See, Bischofswerda, Mörschied, Pluwig, Twisteden und Greifensteine.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert