Dieter Bohlen unterstützt die friedlichen Proteste der Bewegung „Gen Z regelt“. Der Popstar wendet sich zugleich gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und kritisiert die Ausgabenpolitik der Bundesregierung.
Am Samstag demonstrierten junge Menschen in mehreren deutschen Städten. Sie protestierten unter anderem gegen eine neue Wehrpflicht und forderten mehr Investitionen in Bildung und Infrastruktur. Auch bezahlbarer Wohnraum gehört zu den Anliegen der Bewegung.
Bohlen stellte sich in einem Beitrag auf Instagram hinter die Demonstrierenden. Dort sagte er, es sei richtig, wenn jungen Menschen „der Kragen platzt“ und sie auf die Straße gingen. Seine Unterstützung bezieht sich nach Angaben des Beitrags auf den friedlichen Teil der Proteste.
Besonders deutlich äußerte sich der sechsfacher Vater zur Debatte über die Wehrpflicht. Er lehne eine neue Wehrpflicht „total“ ab, erklärte Bohlen. Als Begründung verwies er auf seine sechs Kinder, die er niemals in den Krieg schicken würde.
Auch seine eigene Familiengeschichte führte der Musiker an. Sein Vater sei mit 18 Jahren in den Krieg gegangen und anschließend in Gefangenschaft geraten. Er wäre dabei fast gestorben, sagte Bohlen. Grundsätzlich stellte er die Frage, wofür Kriege gut seien, und sprach sich dagegen aus.
Darüber hinaus äußerte Bohlen Verständnis für die Zukunftssorgen der jungen Generation. Die Jugendlichen hätten aus seiner Sicht zu Recht Angst um ihre Zukunft. Der Staat verfüge über ausreichend Geld, setze es aber nicht in ausreichendem Maß für Schulen und Infrastruktur ein, kritisierte der Musikproduzent.
Mit seinen Aussagen unterstützt Bohlen zentrale Forderungen der Bewegung „Gen Z regelt“. Zugleich macht er deutlich, dass sich seine Kritik nicht nur auf die mögliche Wehrpflicht beschränkt, sondern auch die Prioritäten bei den staatlichen Ausgaben betrifft.

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