Zehntausende demonstrieren in Italien gegen Melonis Regierung

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In Italien sind Zehntausende Menschen gegen die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf die Straße gegangen. Bei einem landesweiten Protesttag fanden Kundgebungen unter anderem in Rom, Mailand und Turin statt. Demonstrationen waren insgesamt in rund 50 Städten geplant, darunter auch in kleineren Gemeinden.

vielerorts beteiligten sich Schüler und Studenten an den Protesten. Sie forderten unter anderem mehr Geld für Schulen und Universitäten. Die Demonstranten kritisieren zudem die hohe Inflation, niedrige Löhne und die aus ihrer Sicht hohen Rüstungsausgaben der Regierung.

Die Gewerkschaft USB hatte außerdem zu Arbeitsniederlegungen in mehreren Bereichen aufgerufen. Betroffen sein sollten unter anderem der öffentliche Nah- und Fernverkehr sowie das Gesundheitswesen.

Am Vormittag hielten sich die Einschränkungen im öffentlichen Verkehr zunächst in Grenzen. Verkehrsminister Matteo Salvini hatte Streiks in den Transportbereichen mit Blick auf den bevorstehenden Feiertag Allerheiligen am 1. November per Anordnung untersagt.

Wegen der Sorge vor Ausschreitungen waren die Sicherheitskräfte landesweit verstärkt im Einsatz. In Turin kam es am Vormittag zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei.

In zahlreichen Städten waren zusätzliche Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen. In Rom wurde das Kolosseum besonders geschützt, in Mailand der Dom in der Innenstadt.

Die Behörden befürchteten neue Ausschreitungen, nachdem es in der Vergangenheit vor allem in Mailand nach zunächst friedlichen Kundgebungen zu schweren Krawallen gekommen war. An die Demonstranten ergingen Appelle, keine Kapuzen oder Helme zu tragen.

Die Proteste richten sich gegen die Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien, die seit 2022 in Rom regiert. Ihr werden unter anderem eine aktuelle Inflation von 4,3 Prozent, niedrige Löhne und hohe Ausgaben für Rüstung vorgeworfen.


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