Vorwürfe und Wahlklagen belasten Trumps Midterm-Wahlkampf

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Im Endspurt vor den US-Zwischenwahlen wird der Wahlkampf von Donald Trump von mehreren Kontroversen überschattet. In Alaska geht es um einen möglichen Doppelgänger-Kandidaten, in Ohio um einen umstrittenen Fernsehspot. Zudem streiten die Trump-Regierung und Kalifornien über die Zahl möglicher Nicht-US-Bürger auf Wählerlisten.

Die Demokraten wollen bei den Midterms den Kongress zurückerobern und damit Trumps politische Macht beschneiden. Außerdem sollen Korruptionsvorwürfe untersucht werden. Trump wirbt unterdessen bei zahlreichen Auftritten um Stimmen und setzt darauf, dass Meinungsforscher die Unterstützung für seine Partei unterschätzen.

In Alaska steht ein Kandidat mit einem Namen auf dem Wahlzettel, der dem des republikanischen Senators Dan Sullivan entspricht. Bei dem Mann handelt es sich um Daniel J. Sullivan Jr., einen parteilosen ehemaligen Lehrer aus einer Kleinstadt. Nach Darstellung der „New York Times“ soll in Kreisen der Demokraten gezielt nach einem Namensvetter gesucht worden sein, um Wähler zu verwirren.

Trump forderte deshalb strafrechtliche Ermittlungen zur möglichen Rolle der demokratischen Senatskandidatin Mary Peltola. Auch der Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, kündigte Untersuchungen an. Das Justizministerium von Trump klagte zudem, um eine Anerkennung des Wahlergebnisses zu verhindern, falls Sullivan nicht gewinnt.

In Ohio geriet der republikanische Gouverneurskandidat Vivek Ramaswamy wegen eines Wahlkampfspots gegen seine Rivalin Amy Acton unter Druck. In dem Video bezeichnet Actons Mutter Donna Arthur ihre Tochter als „lebenslange Lügnerin“. Acton hat nach eigenen Angaben seit fast 50 Jahren keinen Kontakt zu ihrer Mutter. Sie erklärte außerdem, als Zwölfjährige von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht worden zu sein. Ihre Mutter habe damals nicht zu ihr gehalten.

Die mit vier Millionen Dollar finanzierte Kampagne löste auch unter Republikanern Empörung aus. Trump stellte sich dennoch hinter Ramaswamy und erklärte, Warnungen der leiblichen Mutter müssten ernst genommen werden.

Ein weiterer Streit betrifft Kalifornien. Das US-Heimatschutzministerium spricht von rund 20.000 Menschen, die möglicherweise keine US-Staatsbürger sind und dennoch auf Wählerlisten stehen. Ihre Stimmen sollten nach Forderung der Trump-Regierung erst nach einer Überprüfung gezählt werden. Kalifornische Behörden weisen die Zahl zurück und erklären, bislang seien lediglich 28 Menschen angeklagt worden.

Ob Trump die Wahlergebnisse anerkennen wird, ließ er offen. Er sagte, dies gelte nur, wenn die Wahlen fair verliefen.


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