Die FIFA plant, das Preisgeld für die Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien auf mindestens 220 Millionen Dollar zu erhöhen. Damit würde sich die Summe im Vergleich zur WM 2023 in Australien und Neuseeland nahezu verdoppeln. Das berichten mehrere Medien.
Endgültig beschlossen ist die Erhöhung jedoch noch nicht. Das FIFA-Council soll im Dezember 2026 in Zürich über die neuen Prämien entscheiden.
Mit der geplanten Steigerung würde der Weltverband das von Präsident Gianni Infantino formulierte Ziel gleicher Preisgelder für Frauen und Männer dennoch verfehlen. Infantino hatte im März 2023 angekündigt, bis zur Männer-WM 2026 und der Frauen-WM 2027 eine gleiche Vergütung erreichen zu wollen.
Bei der Männer-WM zahlte die FIFA insgesamt 871 Millionen Dollar aus. Davon entfielen 655 Millionen Dollar auf das reine Preisgeld für die 48 teilnehmenden Teams. Bei der Frauen-WM 2027 werden 32 Mannschaften antreten. Für eine Gleichstellung auf dieser Grundlage wäre laut den Berichten ein Preisgeld von etwa zwei Dritteln der Summe für die Männer erforderlich gewesen. Die nun geplanten 220 Millionen Dollar entsprechen demnach ungefähr einem Drittel.
Trotzdem fällt die Steigerung gegenüber früheren Turnieren deutlich aus. Bei der Frauen-WM 2019 betrug das Preisgeld noch 30 Millionen Dollar. Für die WM 2023 waren rund 110 Millionen Dollar vorgesehen.
Bereits offiziell bekannt ist, dass jedes der 32 Teilnehmerländer für die Turniervorbereitung 2,5 Millionen Dollar erhalten soll. Dieser Betrag entspricht der Unterstützung, die auch die Männerteams bei der WM 2026 bekamen.
Auch bei Reisen und Unterbringung sollen die Spielerinnen denselben Standard wie die Männer erhalten. Vorgesehen sind Business-Class- oder Charterflüge sowie feste Team-Camps mit Einzelzimmern.
Die Frauen-Weltmeisterschaft in Brasilien soll vom 24. Juni bis zum 25. Juli 2027 stattfinden.

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