In Frankreich werden europaweit rund sieben Millionen Kondome wegen möglicher Herstellungsfehler zurückgerufen. Die Behörden haben den Verkauf von 15 Sorten eines malaysischen Herstellers verboten.
Betroffen sind bestimmte Produkte der Marken My Lubie, Einhorn, Adloran, R&S Consumer Goods, Amor, Primeros und You Me. Nach Angaben der Behörden kann die Latexschicht der ultradünnen Kondome in Dicke und Qualität schwanken.
Dadurch besteht die Gefahr, dass die Kondome reißen oder Löcher bekommen. Das kann das Risiko für ungewollte Schwangerschaften sowie für sexuell übertragbare Krankheiten erhöhen.
Bereits im Sommer waren in Frankreich rund 300.000 Kondome zurückgerufen worden. Weitere Ermittlungen führten anschließend zu dem Hersteller. Seitdem meldeten acht Nutzer Kondomrisse, die mit den untersuchten Chargen in Verbindung stehen.
Die französischen Behörden stuften die betroffenen Produkte als mangelhaft und gefährlich ein. Das Import- und Verkaufsverbot gilt zunächst für ein Jahr, kann jedoch verlängert werden. Auch Kondome, die bereits in Frankreich verkauft wurden, sollen zurückgerufen werden.
Die Behörden warnen, dass sich fehlerhafte Produkte noch im Handel oder bei Verbraucherinnen und Verbrauchern befinden könnten. Unklar ist, ob und in welchem Umfang die betroffenen Kondome in Deutschland verkauft wurden. Deutsche Behörden haben bislang keine Warnung ausgesprochen.
Wer zuletzt ein beanstandetes Kondom benutzt hat, sollte sich nach Angaben der französischen Behörden auf sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen. Bei Bedarf könne außerdem ein Schwangerschaftstest gemacht werden.

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