Der Chery Tiggo 2 ist beim Crashtest der Sicherheitsorganisation Latin NCAP mit null Sternen bewertet worden. Das 4,20 Meter lange SUV erreichte beim Schutz erwachsener Insassen und beim Kinderschutz jeweils null Prozent.
Latin NCAP prüft Neuwagen für die Märkte in Lateinamerika und der Karibik. Beim Frontalaufprall stuften die Tester die Karosserie und den Fußraum des Tiggo 2 als instabil ein. Zudem wurde eine hohe Belastung des Brustkorbs auf der Fahrerseite festgestellt.
Nach Angaben aus dem Test bestand außerdem eine Brandgefahr. Die Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs weist ebenfalls Lücken auf. Ein seitlicher Kopfschutz gehört nicht zur Serienausstattung. Auf den Rücksitzen gibt es weder Gurtstraffer noch Gurtkraftbegrenzer.
Moderne Fahrerassistenzsysteme sind beim Tiggo 2 ebenfalls nicht an Bord. Beim Fußgängerschutz erreichte das SUV 49 Prozent, bei den Sicherheitsassistenten kam es auf 45 Prozent. Für die Gesamtbewertung reichte das dennoch nicht für einen Stern.
Für den chinesischen Hersteller Chery kommt das Ergebnis zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Anfang Oktober hatte bereits ein Chery Omoda 5 in Malaysia für Schlagzeilen gesorgt, nachdem sich eine Hinterachs-Baugruppe vom Fahrzeug gelöst hatte.
Die Behörden setzten daraufhin die Typgenehmigung vorübergehend aus. Chery leitete einen Rückruf für 8878 Fahrzeuge ein. Konzernchef Yin Tongyue entschuldigte sich öffentlich für die Qualitätsprobleme.
Der Tiggo 2 wird vor allem auf internationalen Märkten verkauft und ist dort unter anderem als Tiggo 2 Pro erhältlich. In China trägt das Modell den Namen Tiggo 3x.

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