SPIEGEL-Podcast beleuchtet, wie Jeffrey Epstein neue Opfer anwerben ließ

Ein neuer SPIEGEL-Podcast erzählt den Fall einer jungen Russin, die 2008 über einen angeblichen Modelscout zu Jeffrey Epstein gelangte. Epstein stellte ihr Kontakte in die Modewelt in Aussicht, missbrauchte sie jedoch bald darauf.

Die Frau wird im Podcast „Anya“ genannt. Trotz ihrer eigenen Erfahrungen begann sie anschließend, für Epstein zu arbeiten. Als eine seiner Assistentinnen sollte sie weitere Frauen für ihn finden.

Damit beleuchtet die Folge die widersprüchliche Rolle einer Frau, die zunächst Opfer wurde und später selbst an der Anwerbung weiterer Frauen beteiligt war. SPIEGEL-Auslandsreporterin Alexandra Berlin hat Anyas Fall recherchiert und nach eigenen Angaben auch eine Frau gefunden, die von Anya angeworben wurde.

Die Podcast-Folge beschäftigt sich mit dem System, das Epstein über mehr als zwei Jahrzehnte aufgebaut haben soll. Es beruhte laut SPIEGEL auf Geld, Einfluss und Abhängigkeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Epstein immer wieder neue Opfer erreichen konnte und welche Rolle seine Assistentinnen dabei spielten.

Die Folge ist Teil des SPIEGEL-Podcasts „Firewall“. Darin untersucht Host Sandra Sperber gemeinsam mit SPIEGEL-Reporterinnen und -Reportern, wie Systeme versagen und welche Schwachstellen von anderen ausgenutzt werden.

Der Podcast ist laut SPIEGEL kostenlos in verschiedenen Podcast-Apps verfügbar. Weitere Folgen befassen sich unter anderem mit Online-Anlagebetrug, russischen Nachrichtendiensten und dem Fall des Wirecard-Betrügers Jan Marsalek.

Menschen, die selbst oder deren Angehörige von sexualisierter Gewalt betroffen sind, können sich anonym an Beratungsangebote wenden. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter 116 016 erreichbar, das Hilfetelefon „Sexueller Missbrauch“ unter 0800 / 22 55 530. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 erreichbar.


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