Kommunale Schulden steigen 2025 auf fast 379 Milliarden Euro

Die Schulden der deutschen Gemeinden und ihrer Beteiligungen sind 2025 deutlich gestiegen. Die integrierte kommunale Verschuldung nahm nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 9,9 Prozent zu.

Ende 2025 belief sich das gesamte Schuldenvolumen auf 378,9 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 4907 Euro. Der Anstieg fiel damit stärker aus als im Vorjahr, als die Schulden um 6,3 Prozent zunahmen.

Als integrierte kommunale Verschuldung werden die Schulden der kommunalen Kern- und Extrahaushalte sowie der kommunalen Beteiligungen erfasst. Besonders stark stiegen die Schulden der Kernhaushalte und Extrahaushalte. Sie legten um 15,5 beziehungsweise 14,7 Prozent zu.

Nach Angaben der Statistiker verzeichneten diese Haushalte damit im zweiten Jahr in Folge ein Rekorddefizit. Die Schulden der Beteiligungen an sonstigen öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen erhöhten sich dagegen um 4,5 Prozent.

Am höchsten war die Pro-Kopf-Verschuldung der Kommunen in Hessen. Die geringsten Schulden je Einwohner hatten die Kommunen in Brandenburg mit 2733 Euro, in Sachsen mit 3338 Euro und in Thüringen mit 3692 Euro.

Den stärksten Zuwachs bei den integrierten Schulden gab es in Niedersachsen. Dort stiegen sie um 13,3 Prozent. Baden-Württemberg folgte mit einem Plus von 13,1 Prozent.

Am geringsten fiel der Anstieg im Saarland mit 2,3 Prozent und in Thüringen mit 2,9 Prozent aus. Im Saarland übernahm das Land im Rahmen des Saarlandpakts weitere Kredite der Kommunen. Thüringen war das einzige Bundesland, in dem die Schulden der Kernhaushalte zurückgingen.


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