Gefälschte Telekom-Mails führen zu Online-Banking-Betrug

Betrüger verschicken derzeit E-Mails im Namen der Telekom und versprechen ihren Empfängern eine angebliche Rückzahlung. Wer dem darin enthaltenen Link folgt, kann persönliche Daten und Zugangsdaten für das Online-Banking preisgeben.

Vor der Masche warnt das Computer-Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe. Nach dessen Mitteilung vom 27. Oktober führen die Links in den Nachrichten auf gefälschte Internetseiten. Dort sollen Betroffene persönliche Angaben machen und ihre Bank auswählen. Anschließend werden die Zugangsdaten für das Online-Banking abgefragt.

Mit den erbeuteten Informationen nehmen die Täter den Angaben zufolge häufig telefonisch Kontakt zu ihren Opfern auf. Sie geben sich dabei als Bankmitarbeiter aus. Auf dem Display kann unter Umständen sogar die echte Rufnummer der Sparkasse erscheinen. Die angezeigte Nummer ist jedoch kein Beweis für die Identität des Anrufers, da die Rufnummernanzeige manipuliert werden kann.

Während des Gesprächs fordern die Betrüger ihre Opfer dazu auf, einen Auftrag mit einer TAN oder in der Banking-App zu bestätigen. Dadurch kann eine fremde Überweisung freigegeben werden. Möglich ist auch, dass die Täter auf diese Weise Zugriff auf das Online-Banking erhalten.

Grundsätzlich sollten nur Zahlungen oder Änderungen bestätigt werden, die man selbst veranlasst hat. Verdächtige E-Mails sollten ungeöffnet in den Spam-Ordner verschoben werden. Ob tatsächlich eine Gutschrift der Telekom angekündigt wurde, lässt sich direkt auf telekom.de überprüfen. Die Internetadresse sollte dafür selbst in den Browser eingegeben werden.

Fordert ein Anrufer zur Eingabe eines Codes oder zur Bestätigung in der Banking-App auf, sollte man das Gespräch beenden. Anschließend sollte die Bank über eine Telefonnummer kontaktiert werden, die man selbst auf der offiziellen Internetseite nachgeschaut hat.

Wer seine Zugangsdaten bereits eingegeben hat, sollte sofort die Bank informieren und den Online-Banking-Zugang sperren lassen. Außerdem empfiehlt es sich, die Kontoumsätze zu prüfen und unbekannte Buchungen zu melden. Gemeinsam mit der Bank können neue Zugangsdaten eingerichtet werden. E-Mails und weitere Belege sollten für eine mögliche Strafanzeige bei der Polizei gesichert werden.


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