Zwei bislang unbekannte Männer sollen am frühen Dienstagmorgen versucht haben, in den Dresdner Zwinger einzubrechen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden und des Landeskriminalamts Sachsen betraten sie den Innenhof vermutlich über das Kronentor.
Die Verdächtigen hatten wahrscheinlich Einbruchswerkzeug bei sich. Die Ermittler vermuten, dass sie in den Bereich der Porzellansammlung gelangen wollten.
Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sprach die beiden Männer an. Daraufhin ergriffen sie die Flucht und verließen den Zwinger durch das Kronentor in unbekannte Richtung.
Die Porzellansammlung ist wegen Bauarbeiten seit dem 7. September geschlossen und soll noch bis zum 30. Oktober geschlossen bleiben. Nach dem versuchten Einbruch haben die Dresdner Polizei und der Sicherheitsdienst der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ihre Schutzmaßnahmen verstärkt.
Der Vorfall erinnert an den Einbruch in das Grüne Gewölbe im Dresdner Residenzschloss im November 2019. Dabei wurde Juwelenschmuck im Wert von 116 Millionen Euro gestohlen. Mehrere Täter aus dem Berliner Remmo-Clan wurden später rechtskräftig verurteilt. Einen Teil der Beute gaben sie zurück, die wertvollsten Stücke fehlen jedoch weiterhin.
Auch eine Cyberattacke auf die Staatlichen Kunstsammlungen hatte im Januar für Aufsehen gesorgt. Dabei wurden weite Teile der digitalen Infrastruktur lahmgelegt, das Sicherheitssystem war nach den vorliegenden Angaben jedoch nicht betroffen. Später wurde bekannt, dass es die Angreifer möglicherweise auf die Porzellansammlung abgesehen hatten. Nach einer Warnung ausländischer Sicherheitsbehörden wurden eine chinesische Drachenvase und eine seltene Keramikschale aus der Ausstellung entfernt und in Sicherheit gebracht.
Die Behörden bitten nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die am frühen Dienstagmorgen, dem 27. Oktober, zwischen 6 und 6.30 Uhr Personen in der Nähe des Zwingers beobachtet haben, können sich unter der Telefonnummer 0800/855 2055 oder über das Hinweisportal der Polizei melden.

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