Sandra Hüller und Sandra Wollner im Rennen um Gotham Awards

Sandra Hüller und die österreichische Regisseurin und Drehbuchautorin Sandra Wollner sind für die Gotham Awards nominiert worden. Hüller hat mit ihrer Rolle im Drama „Vaterland“ Chancen auf eine Auszeichnung, Wollner ist mit „Everytime“ gleich in drei Kategorien vertreten.

Die Gotham Awards gelten als Auftakt der US-amerikanischen Filmpreissaison, die im kommenden März mit der Oscarverleihung endet. Die Anwärterinnen und Anwärter wurden in insgesamt zehn Filmkategorien bekannt gegeben.

Hüller ist in der Kategorie für die beste Nebendarstellerin beziehungsweise den besten Nebendarsteller nominiert. Zu den weiteren neun Kandidatinnen und Kandidaten gehören Penélope Cruz für „The Invite“, Adam Driver für „Paper Tiger“ und Andrew Garfield für „Artificial“.

In „Vaterland“ unter der Regie von Pawel Pawlikowski spielt Hüller Erika Mann. Die Handlung folgt Erika Mann und ihrem Vater Thomas Mann, dargestellt von Hanns Zischler, auf einer Reise durch das geteilte Nachkriegsdeutschland im Jahr 1949.

Sandra Wollner erhielt Nominierungen für die Regie und das Originaldrehbuch von „Everytime“. Das Drama ist Deutschlands offizielle Einreichung für die Oscar-Kategorie „Bester internationaler Film“. Außerdem gehören „Everytime“ und „Vaterland“ bei den Gotham Awards zu den zehn Anwärtern in der Sparte „Best International Feature“.

„Everytime“ erzählt von Ella und ihrer jüngeren Tochter Melli. Ein Jahr nach dem plötzlichen Tod der älteren Tochter Jessie versuchen beide, ihren Alltag zu bewältigen. Wollner gewann bei den Filmfestspielen in Cannes den Hauptpreis der Sektion „Un Certain Regard“. Der Film wurde hauptsächlich in Deutschland produziert.

Mit jeweils vier Nominierungen führen „All of a Sudden“, „Clarissa“, „The Invite“, „La Gravida“ und „Tender Loving Care“ den Wettbewerb an. In der Kategorie für die beste Hauptrolle sind unter anderem Julianne Moore für „The Debut“, John Malkovich für „Wild Horse Nine“ und Andrew Scott für „Elsinore“ nominiert.

Über die Auszeichnungen entscheidet eine Gruppe aus Filmschaffenden und Kritikern. Die Verleihung ist für den 30. November in New York geplant. Die Gotham Awards werden seit 1991 vergeben.

Zu den früheren Gotham-Award-Gewinnern, die später auch den Oscar in der Kategorie „Bester Film“ erhielten, zählen „Moonlight“, „Spotlight“, „Birdman“, „Nomadland“ und „Everything Everywhere All at Once“. Im Vorjahr gewann der Politthriller „One Battle After Another“ den Gotham Award als bester Film des Jahres und erhielt später sechs Oscars, darunter die Auszeichnungen für den besten Film und die Regie.


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