Ein achtjähriges Mädchen ist in einem Wildpark bei Baruth/Mark in Brandenburg von einem Wolf angegriffen und schwer verletzt worden. Das Kind wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Nach Angaben der Polizei hielt sich das Mädchen am Morgen gemeinsam mit zwei weiteren Kindern und einer Mitarbeiterin in einem Tiergehege auf. Dort wurde es von mindestens einem Wildtier angegriffen. Ein Polizeisprecher bestätigte später, dass es sich um einen Wolf handelte.
Die beiden anderen Kinder und die Mitarbeiterin blieben den Angaben zufolge äußerlich unverletzt. Seelsorger waren vor Ort. Die Polizei untersucht nun, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und wie die Kinder in das Gehege gelangten. Dabei soll auch geprüft werden, ob Fahrlässigkeit vorliegt.
Die Rettungsleitstelle informierte die Polizei gegen 9.30 Uhr über das verletzte Kind. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um eine Besucherin. Die Ermittlungen dauern an, Zeugen sollen befragt werden.
Der Wildpark Johannismühle blieb nach dem Vorfall vorerst geschlossen. Am Eingang stand der Hinweis, dass die Einrichtung „heute aus technischen Gründen geschlossen“ sei.
Der Wildpark erklärte, vollständig mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Wegen der laufenden Verfahren könne man keine weiteren Angaben machen. Zugleich bedauerte die Einrichtung den Vorfall und erklärte, die betroffene Familie zu unterstützen.
Der private Wildpark liegt bei Baruth/Mark rund 45 Kilometer südlich von Berlin. In den Gehegen werden verschiedene Wild- und Raubtierarten gehalten, darunter Grau- und Polarwölfe, ein Braunbär und ein Luchs.

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