Isabella Steiner hat in der 20. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ keinen Investor für ihre Marke „nüchtern“ gefunden. Die Gründerin wollte 300.000 Euro für zwölf Prozent ihres Unternehmens und stellte einen alkoholfreien Spritz aus dem Tütchen vor.
Steiner bewertete ihre Firma mit 2,5 Millionen Euro. Mit „nüchtern“ verkauft sie alkoholfreie Aperitif-Konzentrate in Sachets, die mit Tonic Water aufgefüllt werden. Seit 2020 betreibt die Berlinerin nach eigenen Angaben einen Online-Shop für alkoholfreie Getränke.
Als Grundlage für ihre Bewertung verwies Steiner auf mehr als drei Millionen Euro Umsatz. Frank Thelen kritisierte jedoch, dass diese Einnahmen aus dem bisherigen Handel mit Produkten anderer Hersteller stammten. Deshalb seien die Zahlen für die aktuelle Bewertung aus seiner Sicht nicht relevant.
Thelen sprach von „sehr vielen Alarmzeichen“ und warf Steiner einen nicht ehrlichen Pitch vor. Auch Getränke-Unternehmer Andreas W. Herb äußerte sich kritisch. Er sah keinen besonderen Verdienst darin, den Bedarf für einen alkoholfreien Aperitif erkannt zu haben. Zudem überzeugte ihn der Markenname „nüchtern“ nicht.
Geschmacklich kam der Italian Spritz bei einigen Löwen besser an. Judith Williams bezeichnete ihn als „richtig gut“. Ralf Dümmel erklärte dagegen, das Getränk sei nicht sein Geschmack. Williams stieg später ebenfalls aus. Für sie stehe Trinken für Lebenslust, die sie bei einem Getränk aus dem Tütchen nicht verspüre.
Die geballte Kritik setzte Steiner sichtbar zu. Die Gründerin begann zu weinen. Dagmar Wöhrl stand auf und nahm sie in den Arm. Sie sprach Steiner ihre Anerkennung aus und bezeichnete das Unternehmen als deren Lebenswerk und Planung.
Am Ende kam kein Investment zustande. Isabella Steiner verließ die Höhle ohne Deal. Ihr letzter Satz lautete: „Ich brauche einen Drink.“

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