Mähroboter oder Rasenmäher: Wie stark sie den Boden belasten

Ob Mähroboter oder klassischer Rasenmäher: Wie stark das Mähen den Boden belastet, hängt nicht allein vom Gewicht des Geräts ab. Auch die Zahl der Überfahrten und die Beschaffenheit des Bodens spielen eine wichtige Rolle.

Besonders empfindlich reagieren nasse, lehmige und tonreiche Böden. Sie können sich unter dem Druck der Räder leichter verdichten. Dadurch gelangt weniger Luft an die Wurzeln, außerdem kann Regenwasser schlechter versickern. Schäden an der Grasnarbe zeigen sich vor allem vor der Ladestation, auf festen Fahrwegen und an Wendepunkten.

Mähroboter wiegen meist zwischen acht und 16 Kilogramm. Allradmodelle bringen knapp 20 Kilogramm auf die Waage. Benzinrasenmäher sind mit etwa 25 bis 40 Kilogramm in der Regel deutlich schwerer.

Das geringere Gewicht eines Roboters bedeutet jedoch nicht automatisch eine geringere Belastung für den Boden. Überfährt das Gerät immer wieder dieselben Stellen, kann der Boden stärker beansprucht werden als durch einen einzelnen Einsatz eines schwereren Rasenmähers. Darauf weist Torsten Brämer von der Online-Community „Wir sind Garten“ gegenüber myHOMEBOOK hin.

Wie stark sich die Belastung auswirkt, hängt auch von der Bodenart ab. Sandige Böden verdichten kaum. Lehmige und tonreiche Böden reagieren dagegen besonders bei Nässe empfindlich. Das Mähen sollte deshalb nicht erfolgen, wenn der Untergrund stark durchfeuchtet ist.

Häufiges Mähen kann für den Rasen dennoch Vorteile haben. Wenn jeweils nur wenig Gras abgeschnitten wird, kann dies einen dichten Rasen fördern. Sehr kurz geschnittener Rasen ist allerdings empfindlicher gegenüber Hitze und Trockenheit. Für Gebrauchsrasen werden 3,5 bis vier Zentimeter empfohlen. Bei großer Hitze sollte der Rasen ein bis zwei Zentimeter länger bleiben.

Eine weitere Gefahr besteht beim Betrieb von Mähgeräten in der Dunkelheit. Dann sind Igel und andere nachtaktive Tiere unterwegs. Untersuchungen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung zufolge flüchten viele Igel nicht vor einem herannahenden Mähgerät, sondern wenden sich ihm sogar zu. Dadurch steigt das Risiko schwerer Verletzungen.

Brämer empfiehlt deshalb, Mähgeräte nur am Tag einzusetzen. Ein bundesweites Nachtfahrverbot gibt es bislang nicht. Einzelne Städte und Landkreise untersagen den nächtlichen Betrieb jedoch per Allgemeinverfügung.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert