Brudet-Wettbewerb in Kroatien: Henssler und Lafer landen weit abgeschlagen

Steffen Henssler und Johann Lafer haben bei einem Wettbewerb um den traditionellen kroatischen Fischeintopf Brudet eine Niederlage erlebt. In der Sendung „Grenzenlos Genial Gekocht“ erreichten die beiden Starköche in Sukošan lediglich Rang acht und zwölf.

Nach Johann Lafers Grill-Erfolg in Litauen wollten Henssler und Lafer am Sonntag auch in Kroatien vorne mitmischen. Henssler hatte vor dem Wettbewerb erklärt: „Diesmal muss es Platz eins, zwei oder drei sein!“ Am Ende blieb von diesem Anspruch jedoch wenig übrig.

Bereits die erste Kostprobe des Brudets überzeugte die Köche nicht. Lafer kritisierte, der Eintopf schmecke „nach nichts“. Henssler vermisste ebenfalls einen stärkeren Fischgeschmack.

Für ihre eigene Variante der kroatischen Spezialität gaben die beiden auf dem Fischmarkt 1000 Euro aus. Lafer entfernte sich bei der Zubereitung besonders weit vom traditionellen Rezept. Zu seinem Fischeintopf servierte er Polenta in einer ausgehöhlten Zwiebel und zeigte sich dennoch selbstbewusst: „Sowas Geiles kennen die gar nicht.“

Die Vorjahressiegerin Anna bewertete das Gericht kritisch: „Das ist kein Brudet!“ Gleichzeitig räumte sie ein, dass es ihr trotzdem schmeckte. Lafer reagierte darauf mit den Worten: „Leck mich am Arsch. Wo ist der Schnaps?“

Während des Wettbewerbs im Hafen von Sukošan sorgte nicht nur das Kochen für Spannungen. Rund um die Veranstaltung herrschte Volksfeststimmung. Deutsche Touristen wollten wiederholt Fotos mit Henssler machen, außerdem kamen andere Teilnehmer zum Plaudern vorbei.

Henssler wollte sich nach eigener Aussage vor allem auf das Kochen konzentrieren. Das „ständige Gesabbel von links und rechts“ ging ihm nach eigener Darstellung „tierisch auf den Sack“. Bei seinem Brudet blieb er näher an der Tradition als Lafer.

Bei der Siegerehrung erhielten die beiden zwar einen Ehrenpreis, für die eigentliche Platzierung reichte es aber nur zu Rang acht für Henssler und Platz zwölf für Lafer. Henssler bezeichnete den Ehrenpreis als „Trostpreis“ und erklärte: „Das ist wie gar nichts. Ist das ätzend!“

Lafer bereute unterdessen seine Präsentation mit der Zwiebel. Auch Henssler räumte ein: „Ich habe das Traditionelle unterschätzt.“ Aufgeben wollen die beiden trotz der Niederlage nicht. Sie kündigten an, zunächst eine Nacht darüber zu schlafen und anschließend über den nächsten Wettbewerb nachzudenken.


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