Bremer Klinikverbund Geno plant Abbau von 500 Stellen

Der Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) will 500 Stellen streichen, um eine drohende Insolvenz abzuwenden. Gleichzeitig soll der kommunale Klinikverbund seine Krankenhäuser umfassend umstrukturieren.

Das Sanierungskonzept wurde am Freitag dem Aufsichtsrat vorgelegt. Es sieht vor, die Kosten zu senken und die Strukturen der Kliniken zu verändern. Nach Angaben der Geno-Geschäftsführung beläuft sich das Defizit in diesem Jahr auf rund 20 Millionen Euro. Für 2027 wird ein Fehlbetrag von rund 40 Millionen Euro erwartet.

Betroffen sind insbesondere das Klinikum Bremen-Ost und das Klinikum Links der Weser. Das Klinikum Bremen-Ost soll zu einem Zentrum für seelische Gesundheit weiterentwickelt werden. Am Klinikum Links der Weser sollen künftig vor allem ambulante Behandlungen angeboten werden.

Geno-Sprecherin Karen Matiszick erklärte, für einige Patienten könne sich dadurch der Ort ihrer Behandlung in Bremen ändern. Die Leistungen blieben jedoch bestehen. Um eine ausgeglichene Wirtschaftlichkeit zu erreichen, müssten die Strukturen angepasst werden.

Als Gründe für die angespannte finanzielle Lage nennt der Klinikverbund vor allem steigende Kosten und den Trend zu ambulanten Behandlungen in der Medizin. Mit dem Sanierungskonzept soll verhindert werden, dass sich die finanziellen Probleme zu einer Insolvenz ausweiten.

Für die Beschäftigten bedeutet der geplante Stellenabbau einen erheblichen Einschnitt. Insgesamt sollen 500 Arbeitsplätze wegfallen.

Auch die Bremer Politik beschäftigt sich mit dem Konzept. Der Koalitionsausschuss von SPD, Grünen und Linken befasste sich am Samstag mit den Plänen. Offen ist weiterhin, wer die Sanierung finanzieren soll. Am Dienstag soll sich der Senat der Hansestadt mit dem Thema beschäftigen.


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