Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren sind 2025 deutlich teurer geworden. Verbraucher mussten dafür im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 2,2 Prozent.
Auch Särge, Urnen, Grabsteine und andere Begräbnisartikel verteuerten sich. Ihre Preise lagen im Durchschnitt 1,9 Prozent über dem Vorjahreswert.
Im Bestattungshandwerk arbeiten rund 32.000 Menschen in etwa 4200 Unternehmen. Die Branche erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 2,37 Milliarden Euro. In einer alternden Gesellschaft wächst zugleich die Nachfrage nach ihren Leistungen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben im vergangenen Jahr hierzulande rund eine Million Menschen. Das waren rund neun Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.
Parallel dazu entscheiden sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Seit 2015 hat sich die Zahl der Auszubildenden mehr als verdoppelt. Im vergangenen Jahr erreichte sie mit 900 einen Höchststand. Frauen stellen inzwischen 61 Prozent der Auszubildenden und wählen die duale Ausbildung damit häufiger als Männer.
Auch für Städte und Gemeinden sind Friedhöfe eine Einnahmequelle. Kommunen in den Flächenländern nahmen 2024 rund 951,9 Millionen Euro aus Gebühren und ähnlichen Entgelten im Friedhofs- und Bestattungswesen ein. Das waren 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr und gut ein Drittel mehr als 2014.
Wenn Angehörige die Kosten einer Bestattung weder aus dem Nachlass noch aus eigenen Mitteln bezahlen können, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Sozialhilfe einspringen. Die Sozialhilfeträger gaben dafür 2025 brutto 51,6 Millionen Euro aus. Das waren 16,3 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. 2015 hatten die Ausgaben noch 61,7 Millionen Euro betragen.
Rund 15.400 Menschen erhielten 2025 eine Übernahme der beantragten Bestattungskosten. Zehn Jahre zuvor waren es knapp 23.400 gewesen.

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