María Corina Machado kehrt nach fast einem Jahr nach Venezuela zurück

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Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist nach rund zehn Monaten im Exil nach Venezuela zurückgekehrt. Auf der Plattform X schrieb sie: „Ich bin hier. Bei euch.“

Machado hatte Venezuela im Dezember des vergangenen Jahres heimlich verlassen. Zuvor war sie seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2024 untergetaucht. Zuletzt lebte sie im Exil in Panama.

Ihr Verbündeter und früherer Präsidentschaftskandidat Edmundo González Urrutia bestätigte ihre Rückkehr. Nähere Angaben zu Machados Aufenthaltsort und zu den Umständen ihrer Ankunft wurden zunächst nicht bekannt.

González Urrutia bezeichnete Machados Rückkehr als wichtigen Tag für die Venezolaner. Mit ihr kehre die souveräne Stimme des Landes zurück, erklärte er.

Erst am Donnerstag hatten Tausende Menschen in Venezuela Machados Rückkehr gefordert. In der Hauptstadt Caracas versammelten sich rund 2.000 Demonstranten. Sie verlangten unter anderem die Abhaltung von Wahlen. Auch im westlichen Bundesstaat Táchira an der Grenze zu Kolumbien gab es Proteste.

Machado setzt sich seit Jahren für einen politischen Machtwechsel in Venezuela ein. Nach Angaben ihrer Partei Vente Venezuela war sie mehrfach an einer Rückkehr in ihr Heimatland gehindert worden.

Bei der Präsidentschaftswahl im Juli 2024 hatten die venezolanischen Behörden Machado eine Kandidatur untersagt. Der damalige Präsident Nicolás Maduro erklärte sich anschließend zum Wahlsieger. Die Opposition beanspruchte dagegen den Sieg für González Urrutia.

Nach der Wahl gingen die Behörden massiv gegen Regierungsgegner vor. Dabei wurden 28 Menschen getötet, zahlreiche Oppositionelle flohen ins Ausland.

Machado reiste während ihrer heimlichen Ausreise Richtung Norwegen, um an der Verleihung des Friedensnobelpreises teilzunehmen. Nach Angaben ihrer Sprecherin brach sie sich bei einer gefährlichen Bootsfahrt während der Flucht einen Wirbel. Zur Preisverleihung in Oslo kam sie zu spät; ihre Tochter nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen.

Im Januar 2026 überreichte Machado ihre Nobelpreis-Medaille in Washington dem US-Präsidenten Donald Trump. Zu ihrer Rückkehr sagte Trump, er hoffe, dass Machado in Sicherheit sei.

Ende August begannen Vertreter der Regierung und der Opposition Gespräche über die politische Zukunft Venezuelas. Beide Seiten bekräftigten ihren Willen, Präsidentschaftswahlen abzuhalten. Machado nahm an den Gesprächen nicht teil.


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