US-Botschafter bringt möglichen Iran-Angriff schon am Wochenende ins Spiel

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Ein Angriff der USA auf den Iran könnte nach Einschätzung des US-Botschafters in der Türkei bereits an diesem Wochenende erfolgen. Tom Barrack äußerte sich in einem Interview mit dem Podcaster Mario Nawfal entsprechend. Einen Ausschnitt daraus strahlte das israelische Armeeradio am Freitag aus.

Auf die Frage, ob es an diesem Wochenende zu einem Angriff kommen könne, antwortete Barrack: „Absolut.“ Der Diplomat ist neben seiner Tätigkeit in der Türkei auch für Syrien zuständig. Mit der Iran-Politik der US-Regierung ist er jedoch nicht unmittelbar befasst.

Nach Barracks Angaben ist US-Präsident Donald Trump weiterhin für eine Einigung mit dem Iran offen. Entsprechende Gespräche liefen bereits seit Monaten. Nach einer längeren diplomatischen Pause hatte Trump zuletzt erneut mögliche Angriffe auf den Iran erwähnt. Zuvor hatte er erklärt, dass diese nicht vor den US-Kongresswahlen am 3. November stattfinden würden.

Trump äußerte sich zurückhaltend zu den Aussagen seines Botschafters. Auf eine Nachfrage von Journalisten in Florida sagte der US-Präsident: „Das hat mein Botschafter gesagt?“ Anschließend fügte er hinzu: „Wenn das so ist, weiß ich nichts davon.“

Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf US-Regierungsvertreter und weitere Personen, die mit den Beratungen vertraut seien, die Streitkräfte der USA und Israels hätten konkrete Pläne für neue Angriffe auf den Iran nach den US-Kongresswahlen ausgearbeitet. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte in den vergangenen Tagen wiederholt mit einem Sturz der iranischen Führung gedroht.

Währenddessen berieten acht Außenminister in Istanbul über eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion. Sie forderten zudem die Öffnung der Straße von Hormus. Der türkische Außenminister Hakan Fidan sagte nach dem Treffen, Diplomatie und Dialog seien der einzige Weg nach vorn. Zugleich gebe es sowohl erheblichen Spielraum für Diplomatie als auch für einen Krieg.

An den Gesprächen nahmen neben Fidan und dem deutschen Außenminister Johann Wadephul die Außenminister Großbritanniens, Italiens und Frankreichs sowie Vertreter Saudi-Arabiens, Pakistans und Ägyptens teil. Die Länder kamen erstmals in diesem Format zusammen.

Wadephul forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen. Weitere Themen waren der Iran-Krieg, die Blockade der Straße von Hormus, Angriffe der mit Teheran verbündeten Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien und der Krieg in der Ukraine.

Die Teilnehmer verlangten ein sofortiges Ende des Krieges am Golf und in der Ukraine. Fidan warnte außerdem, ein neuer Angriff auf den Iran könne zu einer weiteren Ausbreitung des Krieges und der Konflikte in der Region führen.


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