Die sonnen GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Wildpoldsried im Landkreis Oberallgäu gilt als einer der führenden deutschen Hersteller von Batteriespeichern für Solaranlagen. Von der Insolvenz sind rund 400 Beschäftigte betroffen.
Die Mitarbeiter arbeiten in Deutschland, Italien, Großbritannien, den USA und Australien. Nach eigenen Angaben hat sonnen weltweit bereits mehr als 150.000 Batterien für Kunden installiert.
Das 2010 gegründete Unternehmen stellte den Antrag am Donnerstag, wie das Handelsblatt zuerst berichtete. Die Belegschaft am Hauptstandort in Bayern soll noch am selben Tag über die wirtschaftliche Lage informiert worden sein.
sonnen war 2019 vom Energiekonzern Shell übernommen worden. Im August 2026 wechselte das Unternehmen erneut den Besitzer und wurde vom Vermögensverwaltungsunternehmen Tiven gekauft. Nur zwei Monate später folgte der Insolvenzantrag.
Welche konkreten Gründe zur wirtschaftlichen Krise geführt haben, ist bislang unklar. Der deutsche Markt für Stromspeicher steht trotz steigender Nachfrage unter starkem Druck durch ausländische Wettbewerber. Ob diese Entwicklung allein für die Probleme bei sonnen verantwortlich ist, bleibt offen. Eine Anfrage von BILD ließ das Unternehmen nach Angaben des Berichts unbeantwortet.
Das Serviceangebot für Privathaushalte mit sonnen-Speichern soll Medienberichten zufolge zunächst fortgeführt werden. Neben der Zentrale in Wildpoldsried sollen demnach mehrere Tochtergesellschaften abgewickelt werden. Erhalten bleiben soll nur ein Produktionsstandort. Welcher Standort dies sein könnte, ist bislang nicht bekannt.

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