Starke Winde haben in Teilen Deutschlands mehrere Menschen verletzt und zahlreiche Schäden verursacht. Im rheinland-pfälzischen Nastätten stürzte am Freitagnachmittag ein Baugerüst um. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, einer von ihnen schwebt nach Angaben der Polizei in Lebensgefahr.
Der Schwerverletzte wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Nach Einschätzung eines Polizeisprechers könnte eine starke Windböe das Gerüst umgerissen haben. Zum Zeitpunkt des Unglücks gab es in der Region Sturmböen.
In dem Bereich fand ein Fest unter dem Namen „Oktobermarkt“ statt. Bei den Verletzten könnte es sich um Besucher handeln. Ob sich zum Zeitpunkt des Einsturzes Menschen auf dem Gerüst befanden, war zunächst unklar. Rettungskräfte waren vor Ort, die Einsatzstelle wurde abgesperrt.
Auch in Hessen gab es einen wetterbedingten Einsatz. Im Kreis Offenbach wurde ein Radfahrer von einem abgerissenen Ast getroffen. Die Feuerwehr musste den Mann befreien. Er war auf einem Waldweg zwischen den Stadtteilen Klein-Welzheim und Froschhausen unterwegs.
Der Sturm führte zudem zu Einschränkungen im Bahnverkehr. In der Nähe von Pforzheim wurde eine Regionalbahn mit Hunderten Fahrgästen von einem Ast an der Windschutzscheibe getroffen. Der Zug kam auf der Strecke zum Halt. Verletzte wurden dort nicht gemeldet.
In Karlsruhe wurde der Verkehr am Hauptbahnhof zwischenzeitlich vollständig eingestellt. Nach Angaben der Bundespolizei war ein Gegenstand am Bahnsteig 2 in die Oberleitung geraten. Die Oberleitung wurde aus Sicherheitsgründen abgeschaltet und überprüft. Inzwischen waren alle Gleise wieder freigegeben.
In Nordrhein-Westfalen beschädigte der Sturm eine Oberleitung auf der Strecke zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde. Die Verbindung wurde in beide Richtungen gesperrt. Zwischen Neuss Hauptbahnhof und Meerbusch-Osterath blockierte außerdem ein umgestürzter Baum die Gleise. Eine weitere Einschränkung zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen war bereits beseitigt.
Im Saarland registrierte die Polizei von Mittag bis zum Abend 59 Einsätze. In 44 Fällen ging es um Äste oder Bäume auf Straßen sowie um Bauzäune, die auf Fahrbahnen geweht worden waren. In Lebach wurde ein Fußgänger von einem Werbeschild getroffen und leicht verletzt.
An der Nordseeküste wurden besonders starke Sturmböen erwartet. Zum Ende der niedersächsischen Herbstferien kündigten einige Reedereien mögliche Einschränkungen oder Ausfälle bei den Fährverbindungen zu den Ostfriesischen Inseln an.

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